23.02.2024

In den üppigen, sonnenverwöhnten Weinbergen Kaliforniens und den zerklüfteten, weitläufigen Landstrichen Australiens braut sich ein Rechtsstreit zusammen, der nur auf die Seiten eines Schauerromans passen könnte. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht nicht eine Fehde um Land oder Familienehre, sondern um das Bild einer der beständigsten Figuren der Literatur: Dracula. Dies ist keine typische Weinbergsgeschichte, sondern eine Saga über Marken, Wein und natürlich Vampire.
Michael Machat, ein erfahrener Anwalt mit einem Händchen für Wein- und Spirituosenrecht, befindet sich mitten in einem juristischen Scharmützel mit Treasury Wine Estates (TWE), einem globalen Weingiganten, der für sein vielfältiges Portfolio bekannt ist, zu dem auch der bekannte Penfolds und die rebellische Marke 19 Crimes gehören. Machat ist kein gewöhnlicher Winzer; er ist der Visionär hinter Vampire Family Brands (VFB), einem Unternehmen, das seit 1988 die Überlieferungen der Nacht mit dem Handwerk der Weinherstellung verknüpft.
Das Angebot von VFB ist so einzigartig wie sein Thema, mit Etiketten wie Vampire Vineyards, Trueblood und Fangria Sangria. Es handelt sich nicht nur um Weine, sondern auch um ein Erlebnis, komplett mit hochgeschlossenen Vampirumhängen für Flaschen und Menschen gleichermaßen. Zu den herausragenden Kreationen gehören der Dracula brut sparkling rosé und der Dracula Napa Valley Carneros Pinot Noir, die sowohl im Geschmack als auch in der Präsentation die Essenz der Vampirlegende verkörpern.
Zu Halloween 2023 brachte die TWE unter ihrem Label 19 Crimes einen Dracula Red Blend auf den Markt, der einem Halloween-Märchen würdig ist. Dieser Wein, ein Gebräu aus Trauben aus Südost-Australien, zeigte die im Dunkeln leuchtende Visage des berüchtigten Grafen Dracula, was Machat als direkte Bedrohung für die einzigartige Identität sah, die er für VFB kultiviert hatte.
Mit seinem Fachwissen im Markenrecht leitete Machat eine Klage gegen TWE ein und argumentierte, dass der Wein des australischen Unternehmens mit dem Thema Dracula die Verbraucher verwirren und den unverwechselbaren Charakter der VFB-Produkte verwässern könnte. Es steht viel auf dem Spiel, da Machat eine Entschädigung für angebliche Verstöße fordert und die Markenintegrität seiner von Vampiren inspirierten Weine schützen will.
Die TWE ihrerseits hat mit einer maßvollen Verteidigung reagiert und betont, dass sie die Rechte an geistigem Eigentum respektiert und zur Integrität ihrer Marken steht. Dennoch wartet die Weinwelt mit angehaltenem Atem auf den Ausgang dieser ungewöhnlichen Konfrontation, während der Fall voranschreitet.
Dieser Rechtsstreit unterstreicht die Komplexität der Markenführung in der Weinbranche, in der die Geschichte hinter einer Flasche genauso wichtig sein kann wie der Wein selbst. Für Liebhaber und Kenner ist es eine Erinnerung daran, dass es in der Welt des Weins nicht nur um Terroir und Verkostungsnotizen geht, sondern auch um die Geschichten und Charaktere, die jede Flasche inspirieren.
Während Machat und TWE sich auf das nächste Kapitel ihres Streits vorbereiten, ist eines klar: Die Saga der Vampirweine ist noch lange nicht zu Ende. Es ist eine Geschichte, die das reiche Erbe der Weinherstellung mit der schattenhaften Anziehungskraft gotischer Legenden verbindet, eine Geschichte, die genauso fesselt und fasziniert wie die Weine, die in ihrem Mittelpunkt stehen. Und während sich dieses juristische Drama entfaltet, dient es als Beweis für die Leidenschaft und Kreativität, die die Weinindustrie antreiben, wo jede Flasche eine Geschichte erzählt und jedes Etikett eine Geschichte verbirgt, die darauf wartet, entdeckt zu werden.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
E-Mail: [email protected] | Tel: +34 986 077 611
Hauptsitz und Büros in Vilagarcia de Arousa, Galicien