
Trauben, die von vielen wegen ihres süßen Geschmacks verehrt werden und eine zentrale Rolle bei der Weinherstellung spielen, sind mehr als nur einfache Früchte. Sie sind das Ergebnis eines komplizierten natürlichen Prozesses und bieten eine komplexe Mischung aus Zucker, Säuren und Tanninen. Lassen Sie uns in die faszinierende Welt der Trauben eintauchen, um ihren Aufbau und ihr Wachstum zu verstehen.
Die Weintraube ist die Frucht des Weinstocks, die sich nach der Befruchtung der Blüten in Trauben entwickelt. Jede Traubenbeere ist an einem stielartigen Gebilde, dem Stiel, befestigt. Bevor die Trauben für die Weinherstellung gepresst werden, wird der "raspón" entfernt - der zentrale Teil, an dem die einzelnen Beeren befestigt sind. Dieser Vorgang, der als "Abbeeren" bezeichnet wird, ist von entscheidender Bedeutung, da das Beibehalten des Raspón dem Wein einen unerwünschten bitteren Geschmack verleihen würde.
Die Trauben können kugelförmig oder länglich sein und werden von einer Schale umhüllt, die bis zu 10 % ihres Gewichts ausmachen kann. Diese Schale enthält wichtige Bestandteile wie Pektin, Zellulose, Aromastoffe und polyphenolische Elemente, vor allem Tannine. Vor allem die Tannine spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, dem Wein seine Struktur und seine adstringierenden Eigenschaften zu verleihen.
Die Extraktion von Aromastoffen und Polyphenolen aus der Traubenschale ist durch Mazeration im Traubenmost möglich. Das Ausmaß der Extraktion hängt von der Dauer der Mazeration ab. Da diese Polyphenole alkohollöslich (und in geringerem Maße wasserlöslich) sind, werden rote Traubenschalen im Most mazeriert, um den Rotweinen Farbe, Aroma und Tannine zu verleihen.
Eine wachsartige Substanz namens "Pruina" überzieht die Traubenschale. Diese ist bei roten Trauben aufgrund ihrer weißlichen Färbung besonders auffallend. Auf dieser Schicht sind natürlich vorkommende Hefen zu finden. Wenn diese Hefen mit dem Most in Berührung kommen, setzen sie den alkoholischen Gärungsprozess in Gang. Das Fruchtfleisch im Inneren der Beere besteht überwiegend aus Wasser mit Zuckern, Säuren, Pektinen, Mineralien, Vitaminen und Stickstoff, wobei die Konzentrationen in den verschiedenen Teilen der Beere variieren.

Für den Unkundigen mögen die Begriffe Xylem und Phloem geheimnisvoll klingen. Sie sind jedoch für die Entwicklung der Trauben von entscheidender Bedeutung. Die Traube, im Grunde eine komplexe Blüte, besteht aus Stiel, Stiel, Rachis und der eigentlichen Frucht. Um zu gedeihen, benötigen die Trauben wichtige Nährstoffe. Diese Nährstoffe werden aus dem Xylem, das für den Transport von Wasser, Mineralien und Zucker von der Wurzel zu den verschiedenen Teilen der Pflanze verantwortlich ist, und dem Phloem, das für den Transport der Kohlenhydrate von den Blättern zur Hauptrebe und zur Frucht zuständig ist, bezogen.
In der frühen Wachstumsphase spielt das Phloem nur eine untergeordnete Rolle, da das Xylem den größten Teil des Nährstofftransports übernimmt. Mit dem Beginn der Fruchtreife, der so genannten "Reifezeit", wird das Phloem jedoch zur Hauptnahrungsquelle.
Während der Reifung der Trauben findet die Synthese verschiedener aromatischer Verbindungen statt, die später den Geschmack und die Aromen des Weins beeinflussen werden. Die Weintraube kann als die tadellose biochemische Fabrik der Natur betrachtet werden.
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