Wert der chinesischen Spirituosenexporte sinkt in den ersten neun Monaten 2026 um 33,23 Prozent auf 627 Millionen Dollar
Das Exportvolumen sank um 8,36 Prozent. Der Umsatzrückgang dürfte vor allem auf niedrigere Preise oder einen günstigeren Produktmix zurückgehen.
Mittwoch, 4. November 2026
Der Wert der chinesischen Spirituosenexporte ist in den ersten neun Monaten 2026 deutlich gesunken. Die Ausfuhren brachten rund 312 Millionen Dollar weniger ein als im gleichen Zeitraum 2025. Das geht aus Branchendaten hervor, auf die sich die chinesische Fachpublikation Huaxia Jiubao berief und die Sina am Dienstag, dem 3. November, erneut veröffentlichte.
Von Januar bis September exportierte China dem Bericht zufolge 25,6 Millionen Liter Spirituosen im Wert von 627 Millionen Dollar. Als Quelle nannte die Publikation Angaben der Chinesischen Handelskammer für den Import und Export von Nahrungsmitteln, einheimischen Erzeugnissen und tierischen Nebenprodukten. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 sank das Exportvolumen um 8,36 Prozent, der Exportwert ging um 33,23 Prozent zurück.
Die Differenz zwischen dem Rückgang des Volumens und dem deutlich stärkeren Wertverlust weist auf einen breiten Rückgang des durchschnittlichen Preises der exportierten Spirituosen hin. Auf Basis der gerundeten Zahlen im Bericht exportierte China rund 2,3 Millionen Liter weniger als ein Jahr zuvor. Der Erlösrückgang war jedoch proportional deutlich stärker.
Ausgehend von denselben gerundeten Zahlen sank der durchschnittliche Exportwert in den ersten neun Monaten 2025 von rund 33,6 Dollar auf etwa 24,5 Dollar je Liter. Das entspricht einem Rückgang des durchschnittlichen Werts je Liter um ungefähr 27,1 Prozent.
Die Zahlen wurden gesondert für Spirituosen ausgewiesen und nicht mit anderen alkoholischen Getränken zusammengefasst. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil sie ein Segment der chinesischen Getränkeexporte isoliert, das offenbar nicht nur beim Versandvolumen, sondern auch bei der Preisgestaltung oder beim Produktmix an Boden verloren hat.
Aus der verfügbaren Aufschlüsselung geht nicht hervor, warum der durchschnittliche Exportwert so stark gesunken ist. Der Bericht enthält nicht genügend Details, um festzustellen, ob der Rückgang auf Preisnachlässe, Veränderungen bei den Absatzmärkten, Währungseffekte oder einen höheren Anteil preisgünstigerer Produkte im Exportmix zurückzuführen war. Auch die Berechnungen der Publikation zu absoluten Veränderungen und Werten je Liter beruhen auf gerundeten Gesamtzahlen.
Trotz dieser Einschränkung deuten die Zahlen auf eine deutliche Verschlechterung der Exporterlöse chinesischer Spirituosenhersteller auf den Auslandsmärkten im Zeitraum von Januar bis September hin. Ein Volumenrückgang um 8,36 Prozent würde normalerweise auf eine schwächere Nachfrage oder geringere Liefermengen hindeuten. Der Wertverlust von 33,23 Prozent spricht jedoch für einen wesentlich stärkeren Einbruch der Exporterlöse der Branche.
Die von Huaxia Jiubao zitierten Daten stammten aus Brancheninformationen, die von der chinesischen Handelskammer zusammengestellt wurden. Der Bericht vom 3. November wurde als Zweitveröffentlichung publiziert. Er bezog sich ausschließlich auf Exporte, nicht auf Importe.