Wert der chinesischen Weinexporte in den ersten neun Monaten 2026 um 140,24 % gestiegen
Die Ausfuhren erreichten 3,6 Millionen Liter im Wert von 102 Millionen US-Dollar. Ein deutlich höherer Durchschnittswert je Liter trieb offenbar das Umsatzwachstum.
Mittwoch, 4. November 2026
Die chinesischen Weinexporte legten in den ersten neun Monaten 2026 wertmäßig deutlich stärker zu als mengenmäßig. Das geht aus Zahlen hervor, die Huaxia Jiubao am Dienstag, dem 3. November, veröffentlichte und die von Sina wiedergegeben wurden.
Dem Bericht zufolge exportierte China von Januar bis September Wein im Umfang von 3,6 Millionen Litern und einem Wert von 102 Millionen US-Dollar. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 stieg das Exportvolumen um 10,08 %, während der Exportwert um 140,24 % zunahm.
Die Unterschiede zwischen den beiden Wachstumsraten legen nahe, dass der Umsatzanstieg vor allem auf einen deutlich höheren Durchschnittswert je Liter und nicht auf einen starken Zuwachs der Ausfuhren zurückzuführen war. Auf Basis der gerundeten Gesamtwerte im Bericht exportierte China rund 330.000 Liter mehr als im gleichen Zeitraum 2025, während die Exporterlöse um etwa 59,5 Millionen US-Dollar stiegen.
Die Gesamtwerte lassen darauf schließen, dass der durchschnittliche Exportwert von etwa 13,0 US-Dollar je Liter in den ersten neun Monaten 2025 auf rund 28,3 US-Dollar je Liter im gleichen Zeitraum 2026 stieg – ein Plus von etwa 118 %. Die Berechnung beruht auf gerundeten Zahlen; die genaue Veränderung kann daher geringfügig von den veröffentlichten Wachstumsraten abweichen.
Huaxia Jiubao nannte eine chinesische Handelskammer für Landwirtschaft und Lebensmittel als Quelle der Zahlen und veröffentlichte gesonderte Angaben zu den Weinexporten. Der Bericht enthielt keine Aufschlüsselung nach Absatzmärkten, Weinkategorien oder Preissegmenten. Daher lässt sich nur schwer feststellen, warum der Durchschnittswert so stark gestiegen ist.
Aus den verfügbaren Daten ging außerdem nicht hervor, in welchem Umfang der Anstieg auf höhere Preise, eine Verschiebung hin zu teureren Weinen, Veränderungen bei den Exportzielen oder Wechselkurseffekte zurückzuführen war. Auch wurde nicht zwischen in China erzeugtem Wein und möglichen Reexporten unterschieden.
Trotz dieser Einschränkungen weisen die Zahlen auf eine deutliche Veränderung des Exportprofils hin. Ein Mengenplus von 10,08 % ist für einen Handelsstrom, der sich über neun Monate auf lediglich 3,6 Millionen Liter belief, moderat. Ein Wertzuwachs von 140,24 % im gleichen Zeitraum zeigt, dass sich Zusammensetzung oder Preisgestaltung der Exporte viel stärker verändert haben als der Umfang der Ausfuhren.
Das ist relevant, weil die Exportleistung häufig anhand der Umsatzzahlen bewertet wird. In diesem Fall scheint das Wertwachstum jedoch vor allem davon abzuhängen, was China verkaufte, wohin es die Ware exportierte oder zu welchem Preis – und nicht von einer breiten Zunahme der ins Ausland gelieferten Weinmenge. Ohne detailliertere Zolldaten lässt sich nicht sagen, welcher dieser Faktoren die größte Rolle spielte.
Die Zahlen beziehen sich auf Exporte in alle Bestimmungsländer. Der veröffentlichte Bericht enthielt keine Angaben nach einzelnen Ländern; auch die von Sina übernommene Zusammenfassung wies die Zahlen nicht nach Monaten auf.