Britische Umfrage: Pubs und Bars schließen viele Menschen mit Mobilitätsbedarf aus

Eine Studie zeigt, dass 39 % Pubs und Bars als schwer zugänglich einstufen, was die Isolation verstärkt und den Druck auf Gastronomiebetriebe erhöht, ihre Zugänglichkeit zu verbessern.

29.06.2026

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Pubs, Bars und Restaurants gehören in Großbritannien für Menschen mit Mobilitätsbedarf zu den am wenigsten zugänglichen öffentlichen Orten, wie neue Forschung auf Basis einer Umfrage unter 2.000 Erwachsenen zeigt.

Die Studie ergab, dass 39 % der Befragten Pubs und Bars als schwer zugänglich einstuften und sie damit zu den am schlechtesten bewerteten öffentlichen Räumen der Umfrage zählen. Restaurants und Cafés folgten mit 35 %. Die Untersuchung wurde von Muick Sandy, einem Spezialisten für Mobilität, in Auftrag gegeben und verweist auf Barrieren, die nicht nur die Bewegungsfreiheit, sondern auch den Alltag und die soziale Teilhabe beeinträchtigen.

Mehr als vier von fünf Befragten, also 82 %, sagten, Mobilitätsprobleme hätten ihre Unabhängigkeit beeinträchtigt. Die Hälfte gab an, dass Zugangsprobleme in ihrem Wohnumfeld sie daran hinderten, Kontakte zu pflegen. Auf Basis von geschätzten 7,6 Millionen Menschen mit Mobilitätsproblemen in Großbritannien deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Isolation in dieser Gruppe weit verbreitet ist; fast vier von fünf berichteten, sich aufgrund ihrer Einschränkung isoliert zu fühlen.

Die Umfrage zeigte zudem eine breite Unzufriedenheit mit der öffentlichen Unterstützung. Fast zwei Drittel, also 63 %, sagten, sie glaubten, Großbritannien versage dabei, Menschen mit Mobilitätsbedarf zu unterstützen. Die Ergebnisse verstärken die Sorgen darüber, wie öffentliche Einrichtungen gestaltet und betrieben werden, insbesondere Orte, die mit alltäglicher Freizeit und Gastronomie verbunden sind.

Für Pubs, Bars und andere auf Getränke ausgerichtete Betriebe deuten die Ergebnisse sowohl auf ein potenzielles geschäftliches als auch auf ein gesellschaftliches Problem hin. Wenn Kunden mit Mobilitätsbedarf auf physische Barrieren stoßen oder sich vom Besuch lizenzierter Lokale ausgeschlossen fühlen, könnten Betreiber stärker unter Druck geraten, in Verbesserungen der Zugänglichkeit zu investieren. Langfristig könnte dies auch die Besucherströme und Ausgaben in Teilen des On-Trade-Getränkesektors beeinflussen.

Die Forschung hob auch das Stigma hervor, das mit Mobilitätshilfen verbunden ist. 59 % der Befragten sagten, Scham oder die Angst, verurteilt zu werden, habe sie davon abgehalten, eine solche Hilfe zu nutzen, obwohl 83 % angaben, dass ein Elektromobil ihre Lebensqualität verbessern würde.

Ben Kenny, Direktor von Muick Sandy, sagte, die Ergebnisse zeigten, wie Einstellungen gegenüber Mobilitätshilfen Ausgrenzung vertiefen können. „Millionen von Menschen würden von einem Elektromobil profitieren, das ihnen helfen würde, ihre Unabhängigkeit zurückzugewinnen, aber Scham hält sie isoliert“, sagte er. „Eine Mobilitätshilfe bedeutet nicht nur, von einem Ort zum anderen zu kommen; es geht darum, Selbstvertrauen zurückzugewinnen und ins tägliche Leben zurückzukehren.“

Die Ergebnisse tragen zu einer breiteren Debatte in Großbritannien über Zugänglichkeitsstandards im öffentlichen Raum und darüber bei, ob Gastronomiebetriebe genug tun, um behinderte Gäste und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu bedienen. In einem Sektor, in dem Pubs und Bars oft als zentrale Treffpunkte fungieren, kann eingeschränkter Zugang mehr bedeuten als bloße Unannehmlichkeit. Er kann die Teilhabe am sozialen Leben einschränken und den Zugang zu Orten verringern, die für lokale Gemeinschaften weiterhin wichtig sind.

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