24.02.2026

Die norditalienische Weinregion Piemont befindet sich in einer "tiefgreifenden" und "strukturellen" Krise, die mit den schwierigsten Zeiten der Covid-19-Pandemie und der Finanzkrise 2008 verglichen wird. Diese Einschätzung erfolgte nach einem Treffen in Turin in dieser Woche, an dem Vertreter der wichtigsten regionalen Weinhandelsverbände teilnahmen, darunter die Verbände für Asti und Moscato d'Asti, Brachetto d'Acqui, Barbera d'Asti und Monferrato.
Trotz des Rückgangs der Erntemengen melden die Weinkellereien im Piemont steigende Lagerbestände. Nach Angaben von Rai Uno ist die Produktion in der Region im Jahr 2025 sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt um 4 % zurückgegangen. Die Regionalzeitung Targato Cuneo berichtet, dass der Flaschenverkauf in den letzten fünf Jahren um 20 % zurückgegangen ist. Einem Bericht zufolge ist die Lagerkapazität einer von fünf Weinkellereien inzwischen voll ausgelastet, und die unverkauften Bestände nehmen weiter zu.
Dieses Überangebot hat zu einem starken Rückgang der Nachfrage nach Weintrauben geführt. Die Traubenpreise sind bei mehreren wichtigen Sorten erheblich gesunken. Bei Barbaresco sind die Preise im Vergleich zu 2024 um 27 % gefallen. Die Preise für Nebbiolo d'Alba und Langhe Nebbiolo sind um 22 % bzw. 28 % gesunken. Die Preise für Arneis- und Dolcetto-Trauben sind zwischen 14 % und 21 % gesunken. Die Preise für die Barbera d'Asti-Traube sind mit 30 % am stärksten gesunken.
Claudio Sacchetto, der die Sitzung der regionalen Vertreter leitete, sagte, dass der Weinbau eine Krise erlebe, die mit den großen wirtschaftlichen Erschütterungen der letzten Zeit vergleichbar sei. Er beschrieb die derzeitige Situation als gekennzeichnet durch einen weit verbreiteten Rückgang des Handelsvolumens und -wertes.
Der Rückgang der Verbrauchernachfrage wird als Hauptursache für die Krise angesehen, aber auch andere Faktoren tragen dazu bei. Dazu gehören die von den Vereinigten Staaten verhängten Zölle auf italienische Weinimporte, die immer lauter werdenden Anti-Alkohol-Botschaften von Gesundheitsorganisationen und die ungünstigen Witterungsbedingungen, die die Weinberge beeinträchtigen. All diese Faktoren wurden während des Treffens als Gründe für den Absatz- und Produktionsrückgang genannt.
Die Kombination dieser Faktoren hat viele Erzeuger verunsichert, was ihre Zukunft angeht. Angesichts steigender Lagerbestände und sinkender Preise fordern Winzer und Weinbauern dringende Maßnahmen, um das zu bewältigen, was sie als eine der größten Herausforderungen für die piemontesische Weinindustrie in den letzten Jahrzehnten betrachten.
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