10.02.2026

Auf dem Oregon Wine Symposium, das am 3. und 4. Februar in Portland stattfand, sprachen führende Vertreter der Branche vor mehr als 1.200 Weinbauern, Winzern und Geschäftsleuten. Die Veranstaltung wurde mit dem Beatles-Song "Revolution" eröffnet, der den Ton für eine Diskussion vorgab, die sich auf Wandel und Innovation angesichts der neuen Herausforderungen konzentrierte.
Herb Quady, Präsident der Quady North Winery und der Barrel 42 Custom Crush Winery im Applegate Valley in Süd-Oregon, erklärte den Teilnehmern, dass die Branche angesichts der sinkenden Nachfrage und der zunehmenden gesundheitlichen Bedenken gegenüber Alkohol ihren Ansatz überdenken müsse. Quady sagte, dass Innovation über die Einführung neuer Rebsorten hinausgehen sollte. Er schlug vor, dass die Weinkellereien über Weine mit Fruchtgeschmack und alternative Verpackungsmöglichkeiten wie wiederverwendbare Flaschen und Weinkisten nachdenken sollten. Quady zufolge bietet der Ruf Oregons für Qualität und Nachhaltigkeit den Erzeugern Raum für Experimente mit neuen Produkten. "Man kann seine Reichweite vergrößern, indem man etwas Neues und Anderes kreiert, solange man es gut macht", sagte er.
Eugenia Keegan, Senior Vice President of Oregon Winegrowing and Business Development bei Jackson Family Wines, stimmte zu, dass sich die Branche anpassen muss, zog aber bei alkoholfreien Weinen eine Grenze, da sie Bedenken hinsichtlich der Qualität äußerte. Sowohl Keegan als auch Quady erklärten, sie sähen Potenzial in Weinen mit niedrigem Alkoholgehalt, die bei Verbrauchern, die nach leichteren Alternativen suchen, immer beliebter werden. Keegan merkte an, dass Jackson Family Wines sich zwar weiterhin auf sein Kernangebot - Pinot Noir, Chardonnay und Cabernet Sauvignon - konzentrieren wird, diese traditionellen Weine aber nicht immer von jüngeren Generationen bevorzugt werden.
Gary Mortensen, Präsident der Stoller Wine Group in Dayton, Oregon, ermutigte die Weinkellereien, ihre eigenen Geschäftsmodelle zu überdenken. Er empfahl, die Verkostungsgebühren zu überprüfen und die Marketingbudgets zu erhöhen, um die Kunden besser anzusprechen. Mortensen betonte, wie wichtig es ist, die Identität eines Weinguts zu verstehen, bevor man neue Werbeaktionen oder Produkte einführt. "Wenn man sich nicht sicher ist, wer man ist, ist es schwieriger, seine authentische Geschichte zu erzählen", sagte er.
Mortensen forderte auch eine einheitliche nationale Reaktion der Weinindustrie, um die Bedenken der Öffentlichkeit in Bezug auf den Alkoholkonsum zu zerstreuen. Er forderte die Weinkellereien in Oregon auf, zusammenzuarbeiten, um ihren Marktanteil gegenüber den kalifornischen Erzeugern zu erhöhen, anstatt innerhalb des Staates miteinander zu konkurrieren.
Keegan betonte, wie wichtig es ist, enge Beziehungen sowohl zu Kunden als auch zu Branchenkollegen aufzubauen. Sie sagte, dass diese Beziehungen zwar Zeit brauchen, um sich zu entwickeln, dass sie aber für den langfristigen Erfolg unerlässlich sind.
Trotz der Herausforderungen, mit denen die Weinindustrie in Oregon konfrontiert ist - einschließlich der sich ändernden Verbraucherpräferenzen und der zunehmenden Kontrolle über die gesundheitlichen Auswirkungen von Alkohol - äußerten sich die Diskussionsteilnehmer optimistisch über die Zukunft. Das jährlich stattfindende Symposium, das vom Oregon Wine Board und der Oregon Winegrowers Association organisiert wird, dient weiterhin als Plattform für die Zusammenarbeit und zukunftsweisende Strategien unter den Weinfachleuten im ganzen Bundesstaat.
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