Mexiko führt mit einem Anstieg von 33 % bei den weltweiten Weinsuchen und erreicht neue Höchstwerte bei der Qualität

Die Daten von Wine-Searcher zeigen ein wachsendes Interesse und bessere Bewertungen, wobei die Regionen Burgund und Elsass die internationalen Qualitätslisten anführen

16.01.2026

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Jüngste Daten von Wine-Searcher, einer führenden Online-Datenbank für Wein und Spirituosen, zeigen mehrere positive Trends in der weltweiten Weinindustrie, trotz anhaltender Sorgen über den rückläufigen Konsum und wirtschaftliche Herausforderungen. Die neuesten Zahlen der Plattform zeigen, dass das Interesse an Wein nicht nur stabil ist, sondern in einigen Schlüsselmärkten sogar wächst.

Im Jahr 2025 stiegen die Suchanfragen nach Wein auf Wine-Searcher im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2 Prozent. Die Vereinigten Staaten waren weiterhin führend in der Suchaktivität und machten rund 45 Prozent aller Suchanfragen aus - ein Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber 2024. Andere Länder verzeichneten ebenfalls ein beachtliches Wachstum: Brasilien verzeichnete einen Zuwachs von 18,1 Prozent, Kanada ein Plus von 8,7 Prozent und Mexiko einen deutlichen Anstieg des Suchvolumens um 33 Prozent. Einige traditionell starke Märkte wie China und das Vereinigte Königreich verzeichneten jedoch Rückgänge von 4,1 Prozent bzw. 2,3 Prozent.

Auch die Verfügbarkeit von Wein hat sich erweitert. Wine-Searcher listet nun 18,3 Millionen Angebote von Anbietern aus 120 Ländern auf, was eine Ausweitung des globalen Marktes widerspiegelt. Zwar entfallen immer noch rund 85 Prozent aller Angebote auf die zehn größten Weinmärkte, doch lassen die Daten darauf schließen, dass sich der Zugang zu einem vielfältigen Weinsortiment weltweit verbessert.

Auch die Qualität scheint sich zu verbessern. Der Wine-Searcher Score, der die Bewertungen mehrerer Kritiker zusammenfasst, zeigt einen Aufwärtstrend. Unter den Erzeugern der Alten Welt mit mindestens 1.000 bewerteten Weinen führt Österreich mit einer Durchschnittsnote von 91,5, gefolgt von Deutschland mit 91,32 und der Schweiz mit 90,62. Auch Italien und Frankreich bleiben mit Durchschnittswerten über 90 stark. Spanien, Portugal und Griechenland vervollständigen die Spitzengruppe der Länder der Alten Welt.

In der Kategorie Neue Welt führt Australien die Liste mit einer Durchschnittsnote von 90,87 an, gefolgt von Neuseeland mit 90,68 und den Vereinigten Staaten mit 90,38. Argentinien, Südafrika und Chile gehören ebenfalls zu den Erzeugern mit der höchsten Punktzahl.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden in wichtigen Weinbauländern wie den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien und Spanien Verbesserungen festgestellt. Diese Steigerungen werden sowohl auf bessere Weinbereitungspraktiken als auch auf eine breitere Berichterstattung durch Kritiker zurückgeführt.

Ein genauerer Blick auf die regionale Leistung zeigt, dass die französische Region Burgund mit Appellationen wie Romanée-Conti und Montrachet, die im Durchschnitt 94,4 bzw. 93,85 Punkte erreichten, weiterhin führend ist. Auch das Elsass hat sich als herausragende Region erwiesen, in der drei Appellationen - Clos Jebsal (94,42), Clos Saint Urbain (93,98) und Clos Sainte Hune (93,88) - zu den Spitzenreitern gehören.

Auch wenn die globale Weinindustrie nach wie vor vor Herausforderungen steht - insbesondere im Hinblick auf die Verbrauchsraten -, so deuten die Daten doch auf Bereiche hin, die sich als widerstandsfähig und potenziell erholsam erweisen. Das gestiegene Interesse der Verbraucher in mehreren Märkten, die größere Verfügbarkeit von Qualitätsweinen und die steigenden kritischen Bewertungen deuten darauf hin, dass es Gründe für einen vorsichtigen Optimismus innerhalb des Sektors gibt, während er die anhaltenden Veränderungen und Unsicherheiten bewältigt.

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