12.01.2026

Der europäische Weinsektor nähert sich einer bedeutenden Aktualisierung der Rechtsvorschriften, da die endgültige Bestätigung des "Weinpakets" der Europäischen Kommission im Februar erwartet wird. Nach einem abschließenden Trilog Anfang Dezember 2025 billigte der Europäische Rat das Gesetzespaket am 17. Dezember 2025. Der Landwirtschaftsausschuss wird voraussichtlich am 12. Januar 2026 seine Zustimmung erteilen und damit den Weg für eine Ratifizierung im Plenum im nächsten Monat ebnen.
Dieses Legislativpaket wurde von den Weinerzeugern in ganz Europa mit Spannung erwartet. Es zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Sektors zu stärken, der mit Überproduktion, Marktschwankungen und dem Klimawandel zu kämpfen hat. Christophe Hansen, der Europäische Kommissar für Landwirtschaft, sprach diese Themen während der Generalversammlung des Nationalen Verbandes der Weine mit kontrollierter Herkunft (Cnaoc) an. Er betonte, dass der europäische Weinsektor vielfältig sei und regionale Ansätze statt einer einzigen Lösung erfordere.
Das Weinpaket ist als flexibles Instrumentarium zur raschen Unterstützung des Sektors gedacht, noch vor den umfassenderen Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Eine Schlüsselmaßnahme ermöglicht Anpassungen bei den Anpflanzungsgenehmigungen, wodurch die Erzeuger mehr Zeit für die Wiederbepflanzung haben und die Überproduktion reduziert wird. Mit einer anderen Maßnahme werden neue Instrumente zur Begrenzung von Neuanpflanzungen in Gebieten eingeführt, in denen Überschüsse drohen. Das Paket öffnet auch die Tür für Regeln zu Erträgen und Preisen, die zur Stabilisierung der Märkte beitragen könnten.
Die Unterstützung des Weintourismus ist ein weiteres wichtiges Element. Das Paket erkennt den Weintourismus als wichtige Triebkraft für die ländliche Wirtschaft an und enthält spezifische Maßnahmen zu seiner Förderung. Was das Krisenmanagement betrifft, so werden die Mitgliedstaaten Zugang zu neuen Instrumenten für die Destillation, die Rodung von Rebstöcken und die grüne Weinlese haben. Diese Maßnahmen können auf nationaler oder regionaler Ebene beschlossen werden und werden in einem beschleunigten Genehmigungsverfahren mit nationaler Finanzierung durchgeführt.
Auch die Anpassung an den Klimawandel wird angesprochen. Im Rahmen des Pakets werden bis zu 80 Prozent der Kosten für Ausrüstungen finanziert, die zur Bekämpfung der Auswirkungen des Klimawandels im Weinbau beitragen. Diese Unterstützung soll den Erzeugern helfen, sich schneller an veränderte Wettermuster und Umweltbelastungen anzupassen.
Führende Vertreter der Branche haben sich zufrieden über die Fortschritte des Weinpakets geäußert. Der Verband der französischen IGP-Weine begrüßte die rasche Verabschiedung des Pakets und hob die Aufnahme von lang erwarteten Regulierungsinstrumenten hervor. Sie wiesen darauf hin, dass die Maßnahmen die Regulierung verstärken und gleichzeitig die Integrität der geschützten geografischen Angaben erhalten.
Wenn das Weinpaket wie geplant im Februar ratifiziert wird, könnte es schon bald umgesetzt werden und einem Sektor, der in den letzten Jahren mit wirtschaftlichem und ökologischem Druck zu kämpfen hatte, Erleichterung verschaffen. Der Schwerpunkt auf Flexibilität, regionaler Anpassung und schneller Unterstützung spiegelt die Bemühungen der europäischen Politiker wider, sicherzustellen, dass die Weinproduktion in den verschiedenen Regionen dynamisch und nachhaltig bleibt.
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