21.11.2025

In der italienischen Region Piemont wurde ein neuer Fachausschuss für Wein eingerichtet, der sich mit den Herausforderungen und Chancen des lokalen Weinbaus befassen soll. Die erste Sitzung fand in Castagnito, einer Stadt in der Provinz Cuneo, statt, wo Vertreter von Forschungseinrichtungen, Branchenverbänden und Weinkonsortien zusammenkamen, um Strategien für Innovation und Nachhaltigkeit in diesem Sektor zu erörtern.
Die Initiative wird von Fondazione Agrion und Vignaioli Piemontesi koordiniert, zwei Organisationen, die tief in der regionalen Landwirtschaft und Weinproduktion verwurzelt sind. Zu den Teilnehmern gehörten Experten der Fakultät für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Turin (Disafa), ConviVi, Agroinnova, Crea-Ve, Cnr-Ipsp und der Polytechnischen Universität Turin. Ebenfalls anwesend waren Vertreter des Piemonte Land of Wine, verschiedener Weinkonsortien und großer landwirtschaftlicher Verbände wie Confcooperative, Confagricoltura, Coldiretti, Cia, Unioncamere und Confindustria.
Dieser neue Ausschuss ist Teil des Projekts Innoagri, eines Inkubators für Ideen, der die Innovation im piemontesischen Weinsektor fördern soll. Innoagri wird von der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union für die Entwicklung des ländlichen Raums im Zeitraum 2023-2027 finanziert und von Vignaioli Piemontesi geleitet. Das Projekt zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Erzeugern und öffentlichen Institutionen zu stärken, um sicherzustellen, dass die Ressourcen effizient genutzt werden und es nicht zu Doppelarbeit kommt.
Während des ersten Treffens prüften die Teilnehmer eine umfassende Übersicht über die bestehende Forschungsinfrastruktur und -aktivitäten im Zusammenhang mit dem Weinbau im Piemont. Die Umfrage zeigte sowohl Stärken als auch Schwächen des Ansatzes der Region auf. Einerseits verfügt das Piemont über eine Fülle von Fachkenntnissen und Potenzialen, andererseits besteht ein deutlicher Bedarf an einer besseren Koordinierung, um Überschneidungen von Projekten zu vermeiden und die Wirkung zu maximieren.
Der Ausschuss einigte sich auf mehrere Hauptprioritäten: die Entwicklung von Lösungen für die genetische Verbesserung von Rebsorten, die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftungsmethoden für Weinberge und die Steigerung der Effizienz bei der Weinherstellung. Es herrschte Einigkeit darüber, wie wichtig der Austausch von Daten und bewährten Verfahren zwischen allen Beteiligten ist. Die Gruppe erörterte auch Pläne zur Einführung von Schulungsprogrammen für lokale Winzer und zur Überwachung des Fortschritts in den verschiedenen Bereichen der Intervention.
Ein unmittelbares Ziel ist es, die laufenden Forschungsinitiativen den Weinkonsortien der Region vorzustellen. Dieser Schritt wird dazu beitragen, dass die Forschungsaktivitäten auf die Bedürfnisse der Erzeuger vor Ort abgestimmt werden. Das Feedback dieser Konsortien wird die künftige Forschungsrichtung vorgeben und dazu beitragen, einen formellen Vorschlag zu erarbeiten, der der Regionalregierung vorgelegt wird.
Ziel ist es, neue wirtschaftliche Ressourcen zu erschließen, um Innovationen in der piemontesischen Weinindustrie zu fördern. Die Organisatoren hoffen, durch die Nutzung bestehender Strukturen und Fachkenntnisse in der Region die Koordinierung zwischen Forschungseinrichtungen, Regierungsbehörden und Unternehmen zu konsolidieren. Dieser Ansatz soll den Wissenstransfer von den Labors zu den Weinbergen und Weingütern im gesamten Piemont erleichtern.
Die Gründung dieses Fachausschusses erfolgt zu einer Zeit, in der der Klimawandel die Weinerzeuger weltweit vor große Herausforderungen stellt. Durch die Konzentration auf Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit will der piemontesische Weinsektor nicht nur sein reiches Erbe schützen, sondern auch auf einem sich entwickelnden globalen Markt wettbewerbsfähig bleiben. Der Ausschuss wird seine Arbeit in den kommenden Monaten fortsetzen, um seine Vorschläge zu verfeinern und sich um zusätzliche Unterstützung durch die regionalen Behörden zu bemühen.
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