
Wein ist für viele ein Symbol für Eleganz und Klasse, eine Verkörperung von Kulturen, Traditionen und der Alchemie der Natur. Eine der am häufigsten verwendeten Bezeichnungen in der Weinwelt ist "trocken". Aber was macht einen trockenen Wein wirklich aus, und wie sehen Fachleute diese Bezeichnung? Lassen Sie uns tiefer in das Reich der trockenen Weine eintauchen, sowohl aus der Sicht der Önologen als auch der Sommeliers.
Ein trockener Wein ist im Grunde genommen ein Wein, der nicht süß ist. Ein Großteil der auf dem Markt erhältlichen Weine fällt in diese Kategorie. Doch um Weine nach ihrer Süße oder Trockenheit zu klassifizieren, muss man den Zuckergehalt kennen.
Trauben, der Hauptrohstoff für Wein, sind natürlich zuckerhaltig. Bei der Weinherstellung wird jedoch ein Großteil dieses Zuckers durch Gärung in Alkohol umgewandelt. Ein Wein gilt als trocken, wenn die Zuckerreste vernachlässigbar sind, in der Regel unter 5 Gramm pro Liter. Dieser verbleibende Zucker wird als "Restzucker" bezeichnet.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Winzer die Gärung manchmal vor ihrem natürlichen Ende stoppen. Und warum? Um einen Wein zu erhalten, der etwas süßer ist. Wenn der Wein mehr als 5 Gramm Restzucker pro Liter enthält, wird er in verschiedene Kategorien eingeteilt: halbtrocken, halbtrocken, halbsüß oder süß, je nach Zuckergehalt. Je niedriger der Zuckergehalt ist, desto trockener ist der Wein, je höher er ist, desto süßer ist der Wein.
Entgegen der landläufigen Meinung enthalten die meisten Weine, vor allem diejenigen, die als trocken bezeichnet werden, nur eine vernachlässigbare Menge an Zucker. Ein weit verbreiteter Irrglaube unter Verbrauchern und gelegentlich auch unter Ernährungswissenschaftlern ist die Vorstellung, dass Weine mit Zucker beladen sind. Ein weiterer Fehler, der vor allem von Anfängern begangen wird, ist die Gleichsetzung von fruchtigen und blumigen Aromen in Weinen mit Süße. Es ist wichtig, zwischen Geschmack und Aroma zu unterscheiden. Die Geschmacksknospen auf der Zunge nehmen die Süße wahr, die Nase aber die Aromen. Daher kann ein trockener Wein zwar reichhaltige fruchtige Aromen haben, aber keinen Zucker enthalten.
Während Önologen trockene Weine anhand des Zuckergehalts definieren, haben Sommeliers einen anderen Blickwinkel auf diese Beschreibung. In der Terminologie der Sommeliers bezieht sich die Trockenheit oft darauf, wie sich ein Wein im Mund anfühlt, insbesondere bei Rotweinen, wo sie mit Tanninen in Verbindung gebracht wird.
Tannine, die in Traubenschalen und -kernen enthalten sind und manchmal auch aus Eichenfässern stammen, sorgen für das Gefühl der Trockenheit im Mund, auf der Zunge und am Zahnfleisch nach einem Schluck. Das Vorhandensein und das Gefühl dieser Tannine können sehr unterschiedlich sein: Sie können weich, seidig und samtig sein oder sich unter ungünstigen Umständen grün, körnig und rau anfühlen. Letzteres kann dazu führen, dass sich der Wein extrem trocken anfühlt, ganz im Gegensatz zu reifen, saftigen und angenehmen Tanninen.
Im Sommelier-Jargon sind andere Begriffe für Trockenheit gleichbedeutend mit "adstringierend" oder "streng".
Trockene Weine, von denen die große Mehrheit auf dem Markt ist, sind viel mehr als nur der Mangel an Süße. Sie sind ein Zusammenspiel von Traubensorte, Gärverfahren und Weinbaukunst. Ob man sie nun nach ihrem Zuckergehalt oder nach dem Tannin im Mund beurteilt - um einen trockenen Wein zu schätzen, braucht man ein nuanciertes Verständnis und einen feinen Gaumen.
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