22.01.2026

Die portugiesische Regierung hat die Gründung des Observatório da Vinha e do Vinho angekündigt, einer neuen Einrichtung zur Überwachung und Unterstützung des Weinsektors des Landes. Die Ankündigung erfolgte durch José Manuel Fernandes, Minister für Landwirtschaft und Meeresangelegenheiten, während einer Sitzung der Versammlung der Republik. Die Beobachtungsstelle wird in diesem Jahr unter der Leitung des Instituto da Vinha e do Vinho (IVV) und unter aktiver Beteiligung von Branchenvertretern eingerichtet.
Nach Angaben des Ministeriums besteht das Hauptziel der Beobachtungsstelle darin, Marktentwicklungen zu verfolgen und zuverlässige Daten zur Unterstützung politischer Entscheidungen zu liefern. Sowohl die Regierung als auch die Interessenvertreter der Branche haben die Notwendigkeit eines solchen Instruments erkannt, das allen Akteuren des Sektors einen gleichberechtigten Zugang zu Informationen gewährleisten soll. Die Beobachtungsstelle wird den Unternehmen auch helfen, Geschäftsstrategien auf der Grundlage genauer und aktueller Daten zu entwickeln.
Die neue Einrichtung wird eine Schlüsselrolle bei der Stärkung der Aufsicht in der Weinindustrie spielen. Durch die genaue Beobachtung der Markttrends und -dynamik soll sie die Effizienz bei der Ermittlung unlauterer Geschäftspraktiken verbessern. Die Beobachtungsstelle soll auch den Wert der portugiesischen Weine durch transparente und reale Daten fördern und damit der seit langem erhobenen Forderung nach einem zuverlässigen nationalen Weinbaukataster nachkommen.
Um diese Ziele zu erreichen, wird ein neuer Aktionsplan mit einem festen Zeitplan und regelmäßigen Bewertungen umgesetzt. Dieser Plan zielt darauf ab, die bestehenden Registrierungssysteme im ganzen Land zu vereinheitlichen. Eine unmittelbare Änderung, die Minister Fernandes angekündigt hat, ist die Verlegung der Frist für die Erntemeldungen vom 30. November auf den 31. Oktober. Diese Änderung soll die Kontrolle und Überwachung verbessern, indem der Zeitraum zwischen Ernte und Meldung verkürzt wird.
Die Beobachtungsstelle wird auch als wichtiges Instrument zur Unterstützung von Maßnahmen wie dem Verbot von Käufen unter den nachhaltigen Produktionskosten angesehen. Durch die Bereitstellung detaillierter Marktanalysen und -überwachungen wird sie zur Durchsetzung fairer Handelspraktiken und zum Schutz der Interessen der Erzeuger beitragen.
Der Weinsektor ist ein wichtiger Teil der portugiesischen Wirtschaft, wobei die Ausfuhren in den letzten Jahren etwa 2 % der gesamten nationalen Ausfuhren ausmachten. Die Erzeuger sind mit Herausforderungen konfrontiert, die mit der Volatilität des Marktes, dem Klimawandel und dem Wettbewerb mit anderen weinproduzierenden Ländern zusammenhängen. Die Regierung hofft, dass mit einer besseren Datenerfassung und -analyse die politischen Maßnahmen wirksamer auf diese Probleme zugeschnitten werden können.
Branchenverbände haben die Ankündigung begrüßt und darauf hingewiesen, dass eine verbesserte Transparenz und Aufsicht das Vertrauen von Erzeugern und Verbrauchern gleichermaßen stärken könnte. Das IVV wird sich mit den verschiedenen Interessengruppen abstimmen, um sicherzustellen, dass die Beobachtungsstelle ihre Ziele erreicht und allen Teilen des Sektors rechtzeitig Informationen zur Verfügung stellt.
Die Einrichtung des Observatório da Vinha e do Vinho ist für Ende dieses Jahres geplant. Die Regierung erwartet, dass ihre Arbeit zu einer wettbewerbsfähigeren, transparenteren und nachhaltigeren Weinindustrie in Portugal beitragen wird.
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