Pernod Ricard richtet Wachstumserwartungen nach Schwäche in den USA am unteren Ende aus

Der Quartalsumsatz sank um 6,3 % auf 2,234 Milliarden Euro, da Bestandsabbau in den USA und China die Bestellungen bremste

Dienstag, 20. Oktober 2026

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Pernod Ricard richtet Wachstumserwartungen nach Schwäche in den USA am unteren Ende aus

Pernod Ricard meldete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Nettoumsatz von 2,234 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schwächere Ergebnisse in den USA und China sowie die Auswirkungen jüngster Veräußerungen belasteten den ausgewiesenen Umsatz des französischen Getränkekonzerns.

Das in Paris ansässige Unternehmen, der weltweit zweitgrößte Hersteller von Wein und Spirituosen, erklärte, auf organischer Basis sei der Rückgang geringer ausgefallen. Ohne Währungseffekte und Veränderungen im Konsolidierungskreis sank der Nettoumsatz um 0,9 %. Zudem kehrte der Absatz im Quartal zum Wachstum zurück und legte um 6 % zu. Das Absatzvolumen der Strategic International Brands stieg um 2 %.

Pernod Ricard zufolge war die Differenz zwischen der ausgewiesenen und der organischen Entwicklung hauptsächlich auf einen negativen Effekt aus Veränderungen im Konsolidierungskreis in Höhe von 127 Millionen Euro zurückzuführen. Dieser hing vor allem mit dem Verkauf von Imperial Blue und dem Weingeschäft zusammen. Der Wechselkurseffekt fiel deutlich geringer aus und verringerte den Umsatz um 3 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund von Bewegungen bei der indischen Rupie und der türkischen Lira.

Im Quartal zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Märkten. In den USA sank der Umsatz um 10 %, in China um 25 %. Pernod Ricard zufolge waren beide Rückgänge auf Bestandsanpassungen zurückzuführen – eine Entwicklung, mit der das Unternehmen gerechnet hatte. Vertriebspartner und Einzelhändler in diesen Märkten bauten ihre Lagerbestände ab, statt im üblichen Umfang neue Bestellungen aufzugeben. Dadurch ging der ausgewiesene Umsatz zurück, obwohl sich die zugrunde liegenden Nachfragetrends in einigen Bereichen zu stabilisieren begannen.

Außerhalb dieser beiden wichtigen Märkte verzeichnete der Konzern Wachstum. Ohne die USA und China stieg der Umsatz im Rest der Welt um 4 %. Pernod Ricard zufolge fiel die Entwicklung in Teilen Asiens und anderen internationalen Märkten besonders solide aus. In Europa und Lateinamerika waren die Ergebnisse moderater; dort meldete das Unternehmen nicht dieselbe Dynamik.

Die Zahlen für das erste Quartal spiegeln das gemischte Umfeld wider, mit dem sich globale Konsumgüterunternehmen konfrontiert sehen, insbesondere in der Alkoholbranche. Pernod Ricard erklärte, die Geschäftsbedingungen blieben volatil und unsicher, und verwies auf anhaltende Konflikte in Europa und im Nahen Osten sowie auf den Kostendruck in einigen Ländern. Diese Faktoren hätten das Konsumverhalten beeinflusst und die Planung in den verschiedenen Märkten erschwert – auch für große Unternehmen mit breiter geografischer Präsenz.

Dennoch erklärte der Konzern, dass sich die Bedingungen in mehreren wichtigen Märkten verbesserten. Er verwies auf die breite Aufstellung seines Premium-Markenportfolios, seine ausgewogene globale Präsenz und seine Fähigkeit, sich rasch an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Die Rückkehr zu Absatzwachstum im Quartal sei eines der Anzeichen, die diese Einschätzung stützten.

Die Mitteilung von Pernod Ricard deutet darauf hin, dass das Management dem Tempo der Erholung in den USA, einem der wichtigsten Märkte des Konzerns, nun mehr Gewicht beimisst. Wegen der aktuellen Schwäche dort erwartet das Unternehmen für den Zeitraum vom Geschäftsjahr 2027 bis zum Geschäftsjahr 2029 nun ein durchschnittliches organisches Nettoumsatzwachstum nahe dem unteren Ende der zuvor genannten Spanne von +3 % bis +6 %.

Die Prognose signalisiert, dass der Konzern mittelfristig weiterhin mit Wachstum rechnet, allerdings in einem langsameren Tempo, als es das obere Ende der früheren Zielspanne nahelegte. Das Unternehmen änderte die Spanne nicht, machte mit seiner jüngsten Mitteilung jedoch deutlich, dass der US-Markt der Hauptgrund dafür ist, die Erwartungen nun am unteren Ende dieser Bandbreite auszurichten.

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