Deutschland senkte die Weinimporte im ersten Quartal 2026 um 7,8 %

Zolldaten zeigten, dass die Käufer weniger abgefüllten und Fasswein kauften, obwohl der Durchschnittspreis auf 2,03 € pro Liter stieg

24.07.2026

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Deutschland senkte die Weinimporte im ersten Quartal 2026 um 7,8 %

Deutschland hat seine Weinimporte im ersten Quartal 2026 sowohl wert- als auch mengenmäßig reduziert, wie aus deutschen Zolldaten hervorgeht, die von der spanischen Branchenorganisation OIVE ausgewertet wurden. Von Januar bis März importierte das Land 288,4 Millionen Liter Wein im Wert von 585,9 Millionen Euro, ein Rückgang um 7,8 % nach Volumen und 5,3 % nach Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Durchschnittspreis stieg um 2,7 % auf 2,03 € pro Liter.

Der Rückgang betraf sowohl abgefüllte Weine als auch Fasswein, obwohl die Preise in beiden Kategorien stiegen. Die Importe abgefüllter Weine, zu denen Schaumwein, Flaschenwein und Bag-in-Box-Formate zählen, gingen wertmäßig um 5,3 % und mengenmäßig um 8,4 % zurück auf 474,7 Millionen Euro und 127,6 Millionen Liter. Der Durchschnittspreis für abgefüllten Wein stieg um 3,3 % auf 3,72 € pro Liter.

Auch die Fassweinimporte gingen zurück. Deutschland importierte in den ersten drei Monaten des Jahres 160,8 Millionen Liter Fasswein im Wert von 111,1 Millionen Euro, ein Rückgang um 7,3 % nach Volumen und 5,1 % nach Wert. Der Durchschnittspreis stieg um 2,4 % auf 0,69 € pro Liter.

Italien blieb insgesamt Deutschlands führender Weinlieferant und behauptete im Berichtszeitraum sowohl beim Wert als auch beim Volumen die Spitzenposition. Die italienischen Lieferungen erreichten 241,5 Millionen Euro, 2,6 % weniger als ein Jahr zuvor, während sich das Volumen auf 105,2 Millionen Liter belief, ebenfalls ein Minus von 2,6 %.

Frankreich lag beim Wert auf Platz zwei, mit Lieferungen nach Deutschland im Wert von 159,2 Millionen Euro, ein Rückgang um 6,9 %. Beim Volumen belegte Frankreich mit 39,6 Millionen Litern Platz drei, ein Minus von 3,6 %.

Spanien nahm auf dem deutschen Markt eine gemischte Position ein, was seine Stärke bei Fasswein und eine schwächere Entwicklung bei abgefüllten Produkten widerspiegelt. Bei abgefüllten Weinen lag Spanien beim Wert mit 53,3 Millionen Euro auf Platz drei, ein Minus von 6 %, und beim Volumen mit 22,4 Millionen Litern ebenfalls auf Platz drei, ein Rückgang um 10,8 %.

Bei Fasswein war Spanien Deutschlands wichtigster Lieferant sowohl nach Wert als auch nach Volumen. Die spanischen Fassweinexporte erreichten von Januar bis März 37,37 Millionen Euro und 71,35 Millionen Liter, womit das Land in beiden Kennzahlen auf Platz eins lag.

Nach Wert über alle Weinkategorien hinweg gehörten im Quartal Italien, Frankreich, Spanien, Österreich, Südafrika, Portugal, Neuseeland, Chile und Australien zu Deutschlands wichtigsten Lieferanten.

Die Zahlen deuten auf eine schwächere deutsche Nachfrage zu Beginn des Jahres 2026 hin, wobei die Importeure weniger Wein kauften, im Durchschnitt aber mehr pro Liter zahlten. Dieses Muster zeigte sich im gesamten Markt, von höherpreisigen abgefüllten Weinen bis hin zu preisgünstigeren Fasslieferungen, was darauf hindeutet, dass der Preisdruck trotz rückläufiger Gesamtkäufe bestehen blieb.

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