Großbritannien prüft Alkoholregeln für Schnelllieferdienste

Minister prüfen, ob Online-Verkäufe und schnelle Hauslieferungen die Schutzmechanismen bei Lizenzierung und Alterskontrollen überholen.

19.05.2026

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Die britische Regierung teilte am Sonntag mit, dass sie prüft, wie die bestehenden Lizenzregeln für Alkohol auf Schnelllieferdienste angewendet werden, während Minister untersuchen, ob das Wachstum des Online-Alkoholverkaufs Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit hat.

In einer schriftlichen Antwort an das Parlament sagte Sarah Jones, eine Ministerin im Home Office, die Regierung erkenne an, dass sich das Kaufverhalten der Verbraucher in den vergangenen Jahren verändert habe und Alkohol zunehmend über Online-Plattformen und Schnelllieferdienste gekauft werde. Das Gesundheits- und Sozialministerium sowie das Home Office prüften, wie die geltenden Lizenzregeln auf diese Dienste angewendet werden, und beobachteten neue Erkenntnisse zu deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen.

Jones kündigte keine unmittelbaren Änderungen bei den Lizenz- oder Altersverifikationsregeln an. Sie sagte jedoch, die Regierung werde handeln, wo dies notwendig sei, um die öffentliche Sicherheit zu schützen.

Die Antwort erfolgte, nachdem Peter Prinsley, ein Labour-Abgeordneter für Bury St Edmunds und Stowmarket, gefragt hatte, welche Bewertung die Regierung zu den möglichen Auswirkungen von Schnelllieferdiensten für Alkohol auf Alkoholabhängigkeit und alkoholbedingte Schäden vorgenommen habe und ob sie plane, die bestehenden Lizenz- und Altersverifikationsvorschriften für solche Dienste zu überprüfen.

Jones sagte, sie werde in Kürze einen Runden Tisch mit der Ministerin für öffentliche Gesundheit und Prävention abhalten, um mit Fachkräften des Gesundheitswesens und Experten auf diesem Gebiet mögliche Lösungen zu erörtern.

Der Licensing Act 2003 regelt derzeit den Verkauf und die Abgabe von Alkohol in Großbritannien. Die Überprüfung der Regierung erfolgt vor dem Hintergrund, dass Schnellliefer-Apps und Online-Händler ihre Rolle im Alkoholverkauf ausgebaut haben. Das wirft bei Befürwortern des öffentlichen Gesundheitswesens Fragen zu Zugang, Alterskontrollen und der Leichtigkeit auf, mit der sich Alkohol innerhalb von Minuten nach Hause bestellen lässt.

Das Thema hat Aufmerksamkeit erregt, weil schnelle Lieferungen es Händlern erschweren können, riskante Kaufmuster zu erkennen, und es den Behörden schwerer macht, die Altersverifikation konsequent durchzusetzen. Fachleute des öffentlichen Gesundheitswesens warnten zudem davor, dass ein leichterer Zugang die Trinkprobleme von Menschen verschärfen könnte, die bereits mit einer Abhängigkeit kämpfen.

Jones’ Erklärung nannte keinen Zeitplan für mögliche politische Änderungen, bestätigte aber, dass Minister aktiv prüfen, ob die geltenden Regeln noch mit der Art und Weise Schritt halten, wie Alkohol inzwischen im ganzen Land verkauft und ausgeliefert wird.

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