17.03.2026

Japans Weinimportmarkt zeigte im Jahr 2025 eine gemischte Leistung, wobei die Zolldaten einen leichten Rückgang des Volumens, aber einen bescheidenen Anstieg des Wertes aufzeigten. Laut den von Vino Joy News zusammengestellten Handelszahlen importierte Japan im vergangenen Jahr 234,4 Millionen Liter Wein, was einem Rückgang von 2,29 % gegenüber 2024 entspricht. Trotz dieses mengenmäßigen Rückgangs stieg der Gesamtwert der Weineinfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 1,47 % und erreichte 252,6 Milliarden Yen.
Die Veränderungen sowohl bei der Menge als auch beim Wert blieben innerhalb von drei Prozentpunkten, was auf eine relative Stabilität des japanischen Weinmarktes hindeutet. Analysten zufolge deutet dies darauf hin, dass die Verbrauchernachfrage und die Marktgröße nicht wesentlich von den allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen beeinflusst wurden. Mit einer Bevölkerung von etwa 124 Millionen Menschen ist Japan weiterhin der größte Weinimportmarkt Asiens. Seine Importzahlen liegen weiterhin knapp vor denen des chinesischen Festlands, das der zweitgrößte Importeur der Region ist.
Die Divergenz zwischen rückläufigen Mengen und steigenden Werten wird auf zwei Hauptfaktoren zurückgeführt: Die anhaltende Vorliebe der japanischen Verbraucher für Spitzenweine und die anhaltende Abschwächung des japanischen Yen. Die schwächere Währung hat die Kosten für importierte Waren, einschließlich Wein, erhöht. Akiko Ohara, Geschäftsführerin der Messe Düsseldorf Japan und Organisatorin der ProWine Tokyo, sagte, dass Währungsschwankungen eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der jüngsten Trends gespielt haben. Sie merkte an, dass die Importmengen zwar gesunken sind, der höhere Wert aber zeigt, dass die japanischen Verbraucher trotz höherer Preise immer noch bereit sind, für Qualität zu zahlen.
Schaumweine sind in Japan nach wie vor sehr gefragt, insbesondere Champagner. Im Jahr 2025 erreichten die Einfuhren von Schaumwein einen Wert von 105,6 Milliarden Yen und näherten sich damit den 136,9 Milliarden Yen, die für abgefüllte stille Weine ausgegeben wurden. Französische Schaumweine dominierten dieses Segment mit einem Anteil von 89,1 Mrd. Yen bzw. 65,1 % am Markt. Der durchschnittliche Importpreis für Schaumwein lag bei ¥ 5.590 pro Liter, was die anhaltende Beliebtheit von Champagner bei den japanischen Verbrauchern unterstreicht.
Frankreich blieb auch im Jahr 2025 mit Ausfuhren im Wert von 149,5 Mrd. Yen Japans wichtigster Weinlieferant. Mit dieser Zahl lag Frankreich weit vor Italien, das mit 31,6 Milliarden Yen der zweitgrößte Lieferant war. Frankreich führte auch das Premium-Segment an; seine Weine erzielten einen durchschnittlichen Importpreis von 2.887 Yen pro Liter - der höchste unter Japans zehn wichtigsten Lieferanten. Die Vereinigten Staaten lagen mit einem Durchschnittspreis von ¥1.470 pro Liter an zweiter Stelle, gefolgt von Neuseeland mit ¥1.196 pro Liter.
Nach Ansicht von Branchenbeobachtern spiegeln diese Trends sowohl den wirtschaftlichen Druck als auch die sich wandelnden Verbraucherpräferenzen auf dem reifen japanischen Weinmarkt wider. Auch wenn der Gesamtverbrauch leicht rückläufig sein mag, so gibt es doch deutliche Anzeichen dafür, dass die japanischen Käufer der Qualität den Vorzug vor der Quantität geben und bereit sind, angesichts des Gegenwinds der Währung und des weltweiten Inflationsdrucks höhere Kosten für Premiumprodukte in Kauf zu nehmen.
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