Studie zeigt: Frauen in den USA kaufen eher Wein, der von Winzerinnen hergestellt wurde

Untersuchungen zeigen, dass eine klare Markenbotschaft und ein feminines Design die Kaufabsicht von Frauen und ihre Bereitschaft, höhere Preise zu zahlen, steigern.

16.03.2026

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Women in U.S. More Likely to Buy Wine Labeled as Made by Female Winemakers, Study Finds

Eine aktuelle Studie der Washington State University und der Auburn University hat ergeben, dass Frauen in den Vereinigten Staaten eher bereit sind, Wein von Winzerinnen zu kaufen, vor allem, wenn diese Information klar auf dem Etikett angegeben ist. Die Untersuchung zeigt, dass Etikettenhinweise wie "proudly made by a woman winemaker" in Verbindung mit weiblichen visuellen Hinweisen wie Blumen die Kaufbereitschaft von Frauen erhöhen und ihre Bereitschaft, höhere Preise für diese Weine zu zahlen, steigern können.

Laut Christina Chi, Professorin am Carson College of Business der WSU und Mitverfasserin der Studie, sind Frauen mit einem Anteil von 59 % am Weinkauf in den USA die größte Verbrauchergruppe auf dem Markt. Chi erklärte, dass Winzerinnen und Weingutbesitzerinnen davon profitieren könnten, wenn sie ihre Rolle bei der Weinherstellung sichtbarer und transparenter machen würden. Die Studie schlägt vor, dass Marketingstrategien, die den weiblichen Besitz oder die weibliche Produktion hervorheben, wie z. B. spezifische Aussagen auf den Etiketten oder spezielle Auslagen im Einzelhandel, dazu beitragen könnten, den Absatz zu steigern.

Trotz ihres Einflusses als Verbraucher machen Frauen nur etwa 18 % der US-Winzer aus. Viele Winzerinnen zögern, ihr Geschlecht auf dem Etikett hervorzuheben, möglicherweise aus Sorge vor Vorurteilen in einer von Männern dominierten Branche. Die Studie zeigt jedoch, dass die Offenlegung des weiblichen Eigentums oder der weiblichen Produktion eher ein wirksames Marketinginstrument als eine Belastung sein kann.

Die Studie wurde von Demi Deng, einer Assistenzprofessorin an der Auburn University, die an der WSU promoviert hat, und Ruiying Cai, einer Assistenzprofessorin an der WSU, verfasst. Ihre Arbeit baut auf früheren Erkenntnissen auf, dass Frauen eher Weine mit weiblichen Hinweisen auf den Etiketten kaufen und dass solche Designelemente sogar beeinflussen können, wie Frauen den Geschmack von Wein wahrnehmen.

Interessanterweise fand die Studie auch heraus, dass Frauen weniger geneigt waren, Weine mit femininem Design zu kaufen, wenn auf den Etiketten Fotos von Winzerinnen abgebildet waren. Die Forscher glauben, dass dies daran liegen könnte, dass die Kaufentscheidung der Verbraucher davon beeinflusst wird, ob sie sich mit den abgebildeten Personen identifizieren können.

Chi wies darauf hin, dass diese Ergebnisse auch über den Wein hinaus Bedeutung haben könnten, da Frauen in allen Lebensmittel- und Getränkekategorien ein größeres Bewusstsein für Gesundheits- und Umweltfragen haben. Die Studie unterstreicht die Bedeutung des Geschichtenerzählens im Marketing, denn die Verbraucher von heute legen mehr Wert auf Erfahrungen und emotionale Bindung als auf Produkte allein. Chi betonte, dass Marken, die sich durch Storytelling auszeichnen, eher in der Lage sind, weibliche Verbraucher anzusprechen.

Die Forscher hoffen, dass ihre Arbeit die Sichtbarkeit von Frauen in der Weinbranche erhöht und weitere Studien anregt, die sich auf weibliche Weinkonsumenten konzentrieren. Außerdem wollen sie die Aufmerksamkeit auf den Beitrag von Winzerinnen lenken und Weinkellereien, die dieses einflussreiche Marktsegment erreichen wollen, praktische Hinweise geben.

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