04.03.2026

Das deutsche Unternehmen Henkell & Co. Gruppe hat Freixenet, Spaniens führenden Cava-Hersteller, vollständig übernommen, nachdem sie die restlichen Anteile von den Gründerfamilien Ferrer und Bonet erworben hat. Diese Transaktion markiert das Ende von mehr als einem Jahrhundert in Familienbesitz für das katalanische Unternehmen, das 1861 gegründet wurde und 1914 seine erste Flasche Schaumwein produzierte.
Henkell, eine Tochtergesellschaft der Oetker-Gruppe, die auf Schaumweine, Liköre und Weine spezialisiert ist, war 2018 erstmals in das Kapital von Freixenet eingestiegen und hatte einen Anteil von 50,67 % für 220 Millionen Euro erworben. Dies bewertete Freixenet zu diesem Zeitpunkt mit rund 440 Millionen Euro. Die restlichen Anteile wurden von der Familie Ferrer (42 %) und José Luis Bonet (7,25 %) gehalten, die ihre Anteile nun an Henkell verkauft haben. Die Einzelheiten der jüngsten Transaktion bleiben vertraulich.
Mit dieser Übernahme wird Henkell alleiniger Eigentümer von Freixenet und festigt seine Position als wichtiger Akteur auf dem weltweiten Schaumweinmarkt. Zum Portfolio des Unternehmens gehören bereits Marken wie Mionetto und Trocken. Freixenet ist nach wie vor die wichtigste Marke innerhalb der Henkell-Gruppe und führt den Cava-Markt in über 100 Ländern an.
Pedro Ferrer und José Luis Bonet, die die letzte Generation der Gründerfamilien von Freixenet repräsentieren, werden dem Unternehmen weiterhin als Ehrenvorsitzende verbunden bleiben. Sie werden Freixenet bei bestimmten Institutionen vertreten, aber nicht mehr an der täglichen Geschäftsführung beteiligt sein. Pedro Ferrer zeigte sich zuversichtlich, dass Henkell das Familienerbe bewahren und gleichzeitig die internationale Reichweite von Freixenet ausbauen wird.
Freixenet sah sich in den letzten Jahren mit mehreren Herausforderungen konfrontiert, darunter schwere Dürreperioden, die die Traubenproduktion in der Region Penedès zwischen 2022 und 2024 beeinträchtigten. Als Reaktion auf die geringeren Ernten führte das Unternehmen einen Personalabbau durch, von dem im Jahr 2025 21 % der Belegschaft (154 Mitarbeiter) betroffen waren. Die Umstrukturierung wurde mit der anhaltenden Wasserknappheit und den rückläufigen Erträgen begründet.
Trotz dieser Schwierigkeiten verzeichnete Freixenet ein stetiges Umsatzwachstum. Im Jahr 2024 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 1,25 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Vorstandsvorsitzende von Henkell, Andreas Brokemper, betonte, dass die Partnerschaft mit Freixenet die Position beider Unternehmen auf den internationalen Märkten gestärkt und neue Möglichkeiten für die Expansion in Asien und Südamerika eröffnet habe.
Die Familie Ferrer plant, ihr Engagement in der spanischen Weinindustrie durch verstärkte Investitionen in Ferrer Wines, ihre eigene Gruppe von Weingütern, fortzusetzen. In der Zwischenzeit hat sich Henkell verpflichtet, die Tradition und Qualität von Freixenet zu bewahren und gleichzeitig seine Entwicklung als globale Marke zu beschleunigen.
Die Übernahme bedeutet einen bedeutenden Wandel für eines der kultigsten Familienunternehmen Kataloniens. Sie beendet die mehr als hundertjährige lokale Eigentümerschaft und leitet eine neue Ära unter deutscher Kontrolle ein. Es wird erwartet, dass dieser Schritt den Einfluss von Henkell in der internationalen Sektbranche weiter festigt und gleichzeitig das Erbe und die Marktführerschaft von Freixenet bewahrt.
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