07.06.2024

Die schwedische Regierung hat angekündigt, dass sie kleinen Brauereien, Brennereien und Winzern erlauben wird, ihre Produkte direkt an Kunden zu verkaufen. Damit wird die schwedische Alkohollandschaft auf den Kopf gestellt. Diese Änderung stellt eine bedeutende Abkehr vom langjährigen und streng kontrollierten Alkoholmonopol des Landes dar.
Derzeit hält das schwedische Systembolaget den Alkoholverkauf fest im Griff. Restaurants und Bars dürfen Alkohol zum Verzehr an Ort und Stelle verkaufen, aber die Flaschen müssen vom Personal geöffnet werden, und die Kunden dürfen ihre Getränke nicht aus dem Lokal mitnehmen. Für den persönlichen Gebrauch können die Verbraucher Alkohol auf privaten Reisen oder per Post nach Schweden einführen, wobei der Staat auf die Einfuhr per Post Steuern erheben kann.
Die vorgeschlagenen Änderungen sollen in erster Linie den lokalen Erzeugern zugute kommen, die nach den derzeitigen Vorschriften nicht direkt an die Verbraucher verkaufen dürfen. Kleine Betriebe, die oft zu klein für einen landesweiten Vertrieb sind, mussten sich bisher auf den nächstgelegenen Systembolaget-Laden verlassen, um die Kunden zu erreichen. Dies war eine große Hürde für viele leidenschaftliche Kunsthandwerker und Unternehmer der Branche.
Ministerpräsident Ulf Kristersson, der sich seit 2023 für diese Reformen einsetzt, betonte kürzlich auf einer Pressekonferenz, wie wichtig dieser Schritt ist. "Dies ist eine Reform der Freiheit. Schweden wird ein wenig mehr wie der Rest Europas werden, wo es selbstverständlich ist, dass man sowohl besuchen als auch einkaufen kann", sagte er.
Der neue Vorschlag, der diesen Sommer offiziell vorgelegt und von der Europäischen Kommission geprüft werden soll, könnte bis Mitte 2025 in Kraft treten. Es wird erwartet, dass sich die Initiative positiv auf etwa 600 kleine Unternehmen auswirken wird, da sie die Freiheit erhalten, ihre Produkte direkt an die Verbraucher zu verkaufen, die ihre Geschäfte besuchen.
Um die Integrität des bestehenden Alkoholmonopols zu wahren, hat die Regierung jedoch bestimmte Beschränkungen eingeführt. Der Verkauf wird auf Gelegenheiten beschränkt, bei denen die Besucher für eine Führung oder einen Vortrag bezahlt haben. Darüber hinaus wird es Obergrenzen für die Menge an Alkohol geben, die gekauft werden kann: 0,7 Liter Spirituosen und drei Liter Wein und Bier pro Besucher.
Sozialminister Jakob Forssmed versicherte, dass diese Maßnahmen die Aufrechterhaltung des Monopols gewährleisten würden. "Wir sind auch der Meinung, dass dieser Vorschlag ansonsten mit dem EU-Recht vereinbar ist", erklärte Forssmed und ging damit auf mögliche rechtliche Bedenken ein.
Diese Reform stellt für die schwedischen Alkoholproduzenten einen bedeutenden Schritt nach vorn dar und verbindet den strengen Rechtsrahmen des Landes mit einem Hauch von Unternehmergeist, wie er in ganz Europa zu finden ist. Für viele kleine Handwerksbetriebe bedeutet dies neue Möglichkeiten, direkt mit den Verbrauchern in Kontakt zu treten, ihr Handwerk weiterzugeben und ihr Geschäft auf bisher unvorstellbare Weise auszubauen.
Während sich die Regierung darauf vorbereitet, die notwendigen bürokratischen Prozesse zu durchlaufen und die Details festzulegen, ist die Vorfreude der lokalen Erzeuger spürbar. Dieses neue Kapitel in der schwedischen Alkoholpolitik verspricht nicht nur eine Belebung der lokalen Wirtschaft, sondern auch eine Bereicherung des kulturellen Erlebnisses für Einwohner und Touristen gleichermaßen. Besucher können sich auf intimere und persönlichere Begegnungen mit der aufkeimenden schwedischen Craft-Alkohol-Szene freuen, die einen Geschmack von Authentizität und Innovation bietet, der über das hinausgeht, was die Systembolaget-Regale bieten können.
In den kommenden Jahren, wenn die Politik Gestalt annimmt und sich ihre Auswirkungen zu entfalten beginnen, wird Schweden zweifellos einen Wandel in seiner Alkoholindustrie erleben - einen Wandel, der Tradition und Fortschritt, Regulierung und Freiheit sowie lokale Handwerkskunst und breiteren Marktzugang in Einklang bringt. Das Anstoßen mit Gläsern in kleinen Brennereien, Brauereien und Weingütern im ganzen Land wird bald nicht nur einen Toast auf gute Zeiten bedeuten, sondern auch eine Feier der neu gefundenen Freiheit und Möglichkeiten.
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