15.04.2024

Wenn es um Weiß- und Schaumweine geht, ist das Zusammenspiel von Licht und dessen Wirkung ein Thema, das viele in der Weinbranche fasziniert. Dies gilt insbesondere, wenn man bedenkt, wie bestimmte Fehler das sensorische Erlebnis dieser Weine verändern können. Ein bemerkenswerter Fehler, der oft diskutiert wird, ist der so genannte "Lichtstreif", ein Problem, das nicht nur die Qualität des Weins, sondern auch seinen Genuss beeinträchtigt.
Dieses Phänomen tritt typischerweise auf, wenn Weiß- und Schaumweine in Klarglasflaschen abgefüllt und intensivem Licht ausgesetzt werden. Das Licht kann im Wein chemische Reaktionen auslösen, die Bestandteile wie Riboflavin (Vitamin B2) und Methionin, eine essenzielle Aminosäure, betreffen. Diese Reaktionen können zur Bildung von Verbindungen wie Methanthiol und Dimethyldisulfid führen, die in erster Linie für den unangenehmen Geschmack von Lichtstreifen verantwortlich sind, die einen Wein verderben können.
Riboflavin im Wein stammt hauptsächlich aus dem Stoffwechsel der Hefen während der Gärung. Hefen, die für die Umwandlung von Traubenmost in Wein entscheidend sind, setzen im Rahmen ihrer biologischen Aktivität Riboflavin frei. In einer interessanten Studie wurde untersucht, wie die Beeinflussung dieses Prozesses durch die Zugabe von Hefeprodukten (YDP) vor der Gärung die Riboflavinkonzentration verändern und damit möglicherweise die Anfälligkeit eines Weins für Lichtstreifigkeit beeinflussen kann.
Zu diesen Hefeerzeugnissen, den so genannten YDP, gehören inaktive Hefen, Mannoproteine, Hefeautolysate und Hefeschalen. Sie werden bei der Weinherstellung nicht nur als Nährstoffe verwendet, um die alkoholische Gärung zu unterstützen und ein Absterben zu verhindern, sondern auch um die sensorischen Eigenschaften des Weins zu verbessern. Darüber hinaus wurde beobachtet, dass sie auch andere Aspekte wie die antioxidative Kapazität des Weins und seine Weinstein- und Proteinstabilität verbessern.
In einer kürzlich durchgeführten Studie wurden vierzehn verschiedene Arten von YDPs analysiert, um ihren Einfluss auf den Riboflavingehalt im Wein zu untersuchen. Die Ergebnisse könnten Winzern praktikable Strategien bieten, um die Bildung unerwünschter Verbindungen, die durch Lichteinwirkung entstehen, zu kontrollieren oder zu reduzieren. Der strategische Einsatz dieser YDPs könnte ein wertvolles Instrument zur Verbesserung der Qualität und Konsistenz von Wein sein, um sicherzustellen, dass die Verbraucher den bestmöglichen Genuss ohne das Risiko von lichtbedingten Defekten haben.
Die Untersuchung der Auswirkungen von Hefeprodukten auf Riboflavin und andere Komponenten, die mit dem Lichtschlaggeschmack im Wein in Zusammenhang stehen, trägt nicht nur zum Schutz des Endprodukts bei, sondern unterstützt auch das ständige Streben der Weinindustrie nach Spitzenleistungen und Innovation bei der Weinherstellung. Mit jeder neuen Entdeckung sind die Winzer besser gerüstet, um die von der Natur gestellten Herausforderungen zu meistern und sicherzustellen, dass jede Flasche, die auf den Tisch kommt, den Erwartungen der Weinliebhaber gerecht wird.
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