05.04.2024

In der Welt der Weinherstellung hat ein innovativer Wandel in Richtung Präzision und Nachhaltigkeit begonnen, die Landschaft umzugestalten, insbesondere wenn es um die Steuerung des komplizierten Tanzes der Gase im Wein selbst geht. Hier kommen sie ins Spiel: die Membrankontaktoren, die die Branche grundlegend verändern und für Effizienz, Präzision und eine Verringerung des Einsatzes von Hilfsprodukten sorgen. Lassen wir den Korken knallen und schauen wir uns an, wie diese Systeme die Weinherstellung und -abfüllung revolutionieren und jeden Schluck besser als den letzten machen.
Seit Jahrzehnten wissen die Winzer um die subtile, aber bedeutende Rolle, die Gase im Wein spielen. Die richtige Menge an Kohlendioxid (CO2) kann einen flachen Wein lebendig machen, während das Sauerstoffmanagement (O2) entscheidend ist, um unerwünschte Oxidation zu verhindern und die Integrität des Weins während seiner Reifung zu bewahren. Traditionelle Methoden, die zwar auf eine lange Tradition zurückblicken können, erreichten oft nicht die Präzision, die der heutige Markt verlangt, was zu Ineffizienzen und Inkonsistenzen bei den Gaskonzentrationen, insbesondere bei CO2 und Stickstoff (N2), führte.
Membrankontaktoren, die früher vor allem in der Wasseraufbereitungsindustrie eingesetzt wurden, haben ihren Platz in der Weinherstellung gefunden. Diese Systeme bieten ein Maß an Finesse im Gasmanagement, von dem herkömmliche Methoden nur träumen können, und ermöglichen die gleichzeitige Handhabung mehrerer Gase. Dies ist eine große Sache in einer Branche, in der das Gleichgewicht von CO2 und O2 über Erfolg oder Misserfolg eines Jahrgangs entscheiden kann. In einem typischen System fließt der Wein durch Hohlfasermembranen, wobei sich die Gase im Gegenstrom bewegen, was eine präzise Einstellung der Gaskonzentrationen im Wein ermöglicht.
Das Herzstück dieser Innovation sind Hohlfasermembrankontaktoren, die sich durch ihre hohe Packungsdichte und ihr geordnetes Strömungsmuster auszeichnen. Diese Membranen sind so hydrophob und feinporig, dass sie verhindern, dass der Wein das System verstopft, während die Gase ungehindert hindurchströmen können. Auf diese Weise kann der Winzer den gewünschten Gasgehalt punktgenau einstellen und so die Qualität und Langlebigkeit des Weins optimieren.
Membrankontaktoren bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber herkömmlichen Gasinjektionsmethoden. Sie ermöglichen die gleichzeitige Entfernung von O2 und die Einstellung des CO2-Gehalts, umgehen das Risiko einer N2-Übersättigung und erfüllen problemlos die strengen Spezifikationen für die Gaskonzentration. Darüber hinaus sind diese Systeme vielseitig einsetzbar und finden ihren Platz in verschiedenen Phasen des Weinherstellungsprozesses, von der Umfüllung in Tanks bis zum direkten Einsatz in der Abfüllanlage. Diese Anpassungsfähigkeit, gepaart mit hoher Präzision, bedeutet eine erhebliche Zeit- und Ressourcenersparnis bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Weinqualität.
Aber halt, das ist noch nicht alles! Bei den Membrankontaktoren geht es nicht nur um Gase. Sie schlagen auch beim Alkohol- und Schwefeldioxid (SO2)-Management hohe Wellen. Der Klimawandel hat zu Trauben mit höherem Zuckergehalt (und damit potenziellem Alkohol) geführt, was die Winzer dazu veranlasst, nach Methoden zu suchen, um den Alkoholgehalt sanft zu regulieren. Hier kommen die Membrankontaktoren ins Spiel, die eine Reduzierung des Alkoholgehalts ermöglichen, ohne den Charakter des Weins zu beeinträchtigen. Ebenso bieten sie eine schonendere Möglichkeit, den SO2-Gehalt im Most zu reduzieren, eine Aufgabe, die traditionell durch weniger sanfte Mittel erreicht wird.
Die Effizienz von Membrankontaktoren hängt wesentlich von der Sauberkeit ab. Die besonderen Herausforderungen der Weinindustrie, wie z. B. das Risiko von mikrobiellem Wachstum oder Geschmacks- und Aromaveränderungen durch Weinrückstände, erfordern sorgfältige Reinigungsprotokolle. Glücklicherweise sind die Konstruktion dieser Systeme und die in den Membranen verwendeten Materialien für eine Vielzahl von Reinigungsmethoden geeignet, so dass die Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Systems gewährleistet ist.
Wie bei jeder Innovation in der Lebensmittel- und Getränkeherstellung ist die behördliche Zulassung der Schlüssel. Die Technologie der Membrankontaktoren für das Gasmanagement bei der Weinherstellung hat Anerkennung und Zulassung gefunden, was sie nicht nur als Neuheit, sondern auch als praktikable, zukunftsweisende Lösung für Weinkellereien, die Qualität und Nachhaltigkeit anstreben, kennzeichnet. Es ist jedoch zu beachten, dass bestimmte Anwendungen, wie z. B. die Alkoholreduzierung, in einigen Regionen gesetzlichen Beschränkungen unterliegen.
Der Einsatz von Membrankontaktoren in der Weinherstellung ist ein Beweis für die kontinuierliche Entwicklung der Branche in Richtung Präzision, Effizienz und Nachhaltigkeit. Mit der Einführung dieser Technologie in Weingütern auf der ganzen Welt wird deutlich, dass die Zukunft der Weinherstellung nicht nur darin besteht, Traditionen zu bewahren, sondern sie zu verbessern und sicherzustellen, dass jede Flasche Wein nicht nur eine Geschichte über ihre Herkunft, sondern auch über Innovation und Sorgfalt erzählt.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
E-Mail: [email protected] | Tel: +34 986 077 611
Hauptsitz und Büros in Vilagarcia de Arousa, Galicien