27.04.2026
Der US-amerikanische Wein- und Spirituosenmarkt geht mit weiterhin unter dem Vorjahresniveau liegenden Verkäufen in das Jahr 2026, doch das Tempo des Rückgangs hat sich inzwischen abgeflacht, wie die Wine & Spirits Wholesalers of America mitteilte. Die Branchenorganisation erklärte, dass die Umsätze in den Kategorien Wein und Spirituosen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um rund 5 % bis 6 % zurückgegangen seien – ein Minus, das sowohl auf eine schwächere Konsumnachfrage als auch auf eine Rückkehr zu normaleren Kaufmustern nach dem pandemiebedingten Boom beim Trinken zu Hause zurückzuführen sei.
Nach Angaben der Organisation geht es nicht um einen plötzlichen Nachfrageeinbruch, sondern um eine Stabilisierung nach einer Phase ungleichmäßiger Verluste. Zu Beginn des Zyklus gingen die Verkäufe von Monat zu Monat deutlich stärker zurück. In jüngerer Zeit haben sich diese Rückgänge in einer engeren Spanne eingependelt, was darauf hindeutet, dass der Markt möglicherweise einen neuen Boden findet. Der Bericht wurde am Montag in Washington veröffentlicht.
Die Verbraucher kaufen weiterhin Alkohol, gehen dabei aber vorsichtiger vor. Die WSWA erklärte, dass Käufer zunehmend auf das Preis-Leistungs-Verhältnis achten: Sie kaufen seltener ein, suchen nach Sonderangeboten oder entscheiden sich für Produkte, die ein besseres Verhältnis zwischen Preis und Qualität bieten. Dieser Wandel wirkt sich sowohl auf den Einzelhandel als auch auf Bars und Restaurants aus, wenn auch auf unterschiedliche Weise.
Im Einzelhandel hat sich die Nachfrage abgeschwächt, da das Trinken zu Hause wieder näher an das Niveau vor der Pandemie herangerückt ist. Während der Pandemie und unmittelbar danach kauften viele Haushalte mehr Wein und Spirituosen für den Heimkonsum als zuvor üblich. Als diese ungewöhnliche Nachfrage nachließ, wurden die Vorjahresvergleiche für Produzenten und Großhändler schwieriger. Auch in Restaurants und Bars hat sich der Besucherverkehr verändert, da die Verbraucher bei Ausgaben für nicht notwendige Posten vorsichtig bleiben – dazu zählen auch Essen außer Haus und Alkohol außerhalb der eigenen vier Wände.
Der Bericht stellte fest, dass höherpreisige Produkte weiterhin eine gewisse Stärke zeigen, der breitere Trend zu Premiumflaschen jedoch an Tempo verloren hat. Statt konsequent aufzusteigen, greifen viele Verbraucher inzwischen zu vertrauten Marken, kleineren Gebinden oder günstigeren Optionen. Das bedeutet nicht, dass Premiumweine und -spirituosen ihren Platz im Markt verloren hätten; es deutet jedoch darauf hin, dass Käufer selektiver entscheiden, wann sie mehr ausgeben.
Die WSWA nannte mehrere alltägliche Belastungsfaktoren, die diese Entscheidungen prägen, darunter höhere Preise und eine allgemein wirtschaftliche Unsicherheit. Zudem verwies die Organisation auf Kalendereffekte und Werbeaktivitäten als Faktoren, die den Absatz in den kommenden Monaten beeinflussen könnten. Feiertage und saisonale Zusammenkünfte könnten zwar vorübergehend für Impulse sorgen, doch Anzeichen für eine kräftige Erholung sieht die Organisation bislang nicht.
Für Weingüter, Brennereien und Großhändler lautet die Botschaft, dass 2026 weniger volatil verlaufen könnte als die vergangenen Jahre – auch wenn das Wachstum schwach bleibt. Für Verbraucher dürfte das einen Markt bedeuten, der weniger von abrupten Ausschlägen als von einem anhaltenden Druck geprägt ist, das Budget weiter zu strecken und dennoch Raum für gesellschaftliche Anlässe und vertraute Marken zu lassen.
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