10.03.2025

Eine seltene chinesische Weinkanne aus der Kangxi-Periode soll zum ersten Mal seit über einem Jahrhundert versteigert werden. Das einzigartige Stück stammt aus der Privatsammlung von William Cleverley Alexander, einem bekannten britischen Kunstkenner und Philanthropen. Die aus der Kangxi-Periode (1662-1722) stammende Kanne befindet sich seit ihrem Erwerb im Jahr 1907 im Besitz der Familie Alexander. Sie wird zusammen mit einer Vase aus der gleichen Epoche versteigert.
Alexander war bekannt für sein anspruchsvolles Auge, das in seiner Sammlung Qualität vor Quantität setzte. Jedes Stück wurde sorgfältig recherchiert und dokumentiert, einschließlich der Originalrechnungen und -zeichnungen. Woolley & Wallis, das Auktionshaus, das den Verkauf abwickelt, freut sich, diese Kanne aufgrund ihrer geschätzten Herkunft und der Erfahrung des Auktionshauses beim Verkauf hochwertiger chinesischer Kunst anbieten zu können. Im Jahr 2015 wurde eine chinesische Vase aus der Yuan-Dynastie aus der Sammlung Alexander für 3 Millionen Pfund verkauft, was weit über dem Schätzwert lag.
John Axford, Spezialist für asiatische Kunst und Vorsitzender von Woolley & Wallis, brachte seine Ehre zum Ausdruck, den Verkauf abzuwickeln. Er hob die Handwerkskunst und Qualität der Kanne hervor, die Alexanders Leidenschaft für Kunst aus dieser Zeit widerspiegelt. Es wird erwartet, dass die Kanne aufgrund ihrer hohen Qualität und ihrer gut dokumentierten Geschichte weltweites Interesse auf sich ziehen wird.
Die Weinkanne stammt aus der Kangxi-Periode, einer Zeit des künstlerischen Aufschwungs nach dem Zusammenbruch der Ming-Dynastie. In dieser Epoche wurden bedeutende Fortschritte in der Keramik gemacht, so dass Kangxi-Stücke sehr geschätzt wurden. Die Kanne hat die Form der chinesischen Schriftzeichen Fu Lu Shou, die Glück, Wohlstand und Langlebigkeit symbolisieren. Solche Krüge wurden in verschiedenen Zusammenhängen verwendet, von Ritualen bis hin zu Feierlichkeiten.
Während der Herrschaft des Kangxi-Kaisers spielte der Wein eine wichtige Rolle in der chinesischen Kultur. Huiquan-Wein, ein gelber Reiswein, war bei den Wohlhabenden beliebt und wurde sogar am kaiserlichen Hof ausgeschenkt. Ein weiterer geschätzter Wein war qióng jiāng yù yè, der in den Complete Tang Poems, einer angesehenen Sammlung aus dem 18. Jahrhundert, erwähnt wird.
Axford merkte an, dass das Design der Kanne mit den Schriftzeichen und dem blau glasierten buddhistischen Löwen ein Zeugnis für die Innovation der Kangxi-Zeit ist. Der geschätzte Auktionserlös für die Kanne liegt zwischen 4.000 und 6.000 Pfund.
Neben der Kanne wird auch eine seltene Unterglasur-Meiping-Vase versteigert. Diese Vase ist mit Eichhörnchen und Weinreben verziert und weist Lotosblüten und Blattrollen auf. Der Schätzwert liegt bei 20.000 bis 30.000 Pfund.
William Cleverley Alexander war eine bekannte Persönlichkeit in der Kunstwelt. Er wurde in Reichtum geboren und nutzte seine Ressourcen, um eine beeindruckende Sammlung asiatischer Kunst aufzubauen. Seine Sammlung spiegelte die Faszination des viktorianischen Großbritanniens für die chinesische und japanische Ästhetik wider. Alexanders Mäzenatentum trug dazu bei, die asiatische Kunst in Großbritannien populär zu machen, und unterstützte aufstrebende Künstler, darunter James McNeill Whistler, einen im Vereinigten Königreich ansässigen amerikanischen Maler.
Alexander war Mitglied des Burlington Fine Arts Club und ein Gründungsmitglied des National Art Collections Fund. Er verlieh seine Sammlung häufig an Museen und teilte seine Leidenschaft mit der Öffentlichkeit. Roger Fry, ein britischer Maler und Kunstkritiker, lobte Alexander als eine bedeutende Persönlichkeit in der Kunstwelt. In einem Nachruf beschrieb Fry Alexander als unprätentiös und hob seinen bemerkenswerten Geschmack und seine Großzügigkeit bei der Weitergabe seiner Sammlung hervor.
Die bevorstehende Auktion der Kangxi-Weinkrüge und -Vasen bietet eine seltene Gelegenheit, Stücke aus einer bedeutenden Sammlung zu erwerben. Diese Stücke repräsentieren nicht nur außergewöhnliche Handwerkskunst, sondern spiegeln auch eine reiche Geschichte von Kunstwertschätzung und Philanthropie wider.
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