17.01.2025

Eine von Forschern der Università Cattolica del Sacro Cuore in der italienischen Region Emilia-Romagna durchgeführte Studie hat innovative Lösungen zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels auf Weinberge untersucht. Unter der Leitung von Danesi Beatrice, Bonini Paolo und Poni Stefano wurde im Rahmen des SOS-VIGNE-Projekts die Wirksamkeit eines multifunktionalen Bewässerungssystems bewertet, das die Reben vor Spätfrösten, Überhitzung, Sonnenbrand und Wasserstress schützen soll - Probleme, die die Weinindustrie zunehmend belasten.
Die Studie konzentrierte sich auf die Auswirkungen dieser Methoden auf die Qualität und die Zusammensetzung der Trauben, wobei automatisierte Technologie und fortschrittliche Bewässerungstechniken in den Weinbergen der Società Agricola Cantina Colle del Podio eingesetzt wurden. Die nach einem Jahr Testphase erzielten Ergebnisse bieten Einblicke in eine nachhaltigere Bewirtschaftung unter extremen Klimabedingungen.
Eine der untersuchten Techniken, die Anti-Frost-Bewässerung, nutzt die latente Wärme, die beim Gefrieren des Wassers freigesetzt wird, um die empfindlichen Knospen bei kritischen Temperaturen unter 2°C zu schützen. Obwohl während des Testzeitraums keine Spätfröste auftraten, zeigte das System das Potenzial, Schäden zu verhindern, wenn die Temperaturen unter die festgelegten Schwellenwerte fielen.
Eine Notbewässerung wurde eingesetzt, um den hohen Wasserbedarf auszugleichen, der an heißen Tagen durch Verdunstung entsteht. Diese Methode berücksichtigte Faktoren wie die Bodenbeschaffenheit und die Wasserkonkurrenz durch andere Pflanzen im Weinberg und ermöglichte eine effiziente und kontrollierte Wasserverteilung.
Im Rahmen der Studie wurde auch die klimakontrollierte Bewässerung mit Hilfe von Vernebelungsgeräten getestet, die auf der Ebene der Trauben angebracht wurden, um die Temperatur der Trauben an extrem heißen Tagen zu senken. Diese Methode funktionierte durch intermittierende Sprühzyklen und kühlte die Trauben und die Basalblätter schnell ab, ohne die Vegetation zu übermäßig zu benetzen, was dazu beitrug, Krankheiten zu verhindern. Die Automatisierung des Systems auf der Grundlage von Temperatur- und Feuchtigkeitsparametern war der Schlüssel zu seiner Wirksamkeit während der 44 Tage, an denen es im Sommer aktiviert war.
Außerdem wurden die Blätter manuell entfernt, um die Trauben dem Sonnenlicht auszusetzen, was die Konzentration der Schutzstoffe in den Trauben erhöhte. Eine längere oder plötzliche Sonneneinstrahlung erhöhte jedoch das Risiko eines Sonnenbrands, was die Notwendigkeit von Anpassungen bei künftigen Versuchen verdeutlicht.
Insgesamt bieten die in diesem Projekt analysierten Strategien den Erzeugern neue Möglichkeiten, den Herausforderungen des Klimawandels im Weinbau zu begegnen und gleichzeitig die Umweltauswirkungen zu minimieren und die Qualität der Ernte zu optimieren. Die Forscher betonen, dass weitere Studien erforderlich sind, um diese Methoden zu verfeinern und sie an unterschiedliche Wetterbedingungen und Weinbergstypen anzupassen.
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