
Im Bereich des Weinbaus ist der biodynamische Wein ein Beweis für die Verschmelzung von Nachhaltigkeit, harter Arbeit und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Diese Herangehensweise an die Weinherstellung geht über die bloße Technik hinaus und verkörpert eine Philosophie, die den Respekt für die Erde mit den Zyklen des Kosmos verwebt.
Die biodynamische Weinproduktion folgt dem Prinzip, der Erde das zurückzugeben, was ihr entnommen wurde. Bei diesem Ansatz wird auf industrielle Verfahren verzichtet und stattdessen auf mineralische und pflanzliche Düngemittel zurückgegriffen. Ein astronomischer Kalender diktiert den Zeitpunkt des Pflanzens, der Pflege und der Ernte der Trauben, wodurch eine tiefe Verbindung mit den natürlichen Rhythmen betont wird.
Die biodynamische Landwirtschaft hat ihre Wurzeln in den Lehren von Rudolf Steiner, dem Vater der Anthroposophie, und verbindet ökologische Anbaumethoden mit astrologischen Überzeugungen. Sie geht davon aus, dass die Himmelskörper die landwirtschaftlichen Erträge maßgeblich beeinflussen. Bauernhöfe werden als komplexe Organismen betrachtet, in denen Tiere, Pflanzen und Böden miteinander in Beziehung stehen und ein ausgewogenes System mit minimalen Eingriffen von außen bilden. Bei diesem Ansatz wird kategorisch auf Herbizide und Pestizide verzichtet, was sich mit anderen umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Praktiken deckt.
Das Konzept der biologisch-dynamischen Landwirtschaft entstand 1924 im Anschluss an eine Vortragsreihe von Rudolf Steiner in Schlesien, die von örtlichen Landwirten angeregt wurde, die über die Verschlechterung der Ernte und die Verschlechterung des Bodens durch chemische Düngemittel besorgt waren. Diese Vorträge führten zur Gründung einer landwirtschaftlichen Forschungsgruppe, die die Auswirkungen der biodynamischen Methoden auf die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Böden untersuchen sollte. Heute wird die biodynamische Landwirtschaft in 50 Ländern praktiziert, wobei Demeter International die wichtigste Zertifizierungsstelle für landwirtschaftliche Betriebe und Gärten ist. In den Vereinigten Staaten wurde 1938 die Biodynamic Farming and Gardening Association gegründet, während in Australien Ernesto Genoni 1927 Pionierarbeit für biodynamische Präparate leistete, was 1989 zur Gründung der Biodynamic Agriculture Australia als gemeinnützige Organisation führte.
Im Mittelpunkt der biodynamischen Landwirtschaft steht der biodynamische Kalender, der aus Steiners Prinzipien der Nutzung natürlicher Zyklen entwickelt wurde. Er berücksichtigt den Einfluss der Konstellationen auf die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer) und ihre Auswirkungen auf die verschiedenen Teile der Pflanzen. Der Kalender teilt die Sternbilder in vier Gruppen ein, die jeweils einem bestimmten Pflanzenteil zugeordnet sind: Wurzel (Steinbock, Stier, Jungfrau), Blatt (Fische, Krebs, Skorpion), Frucht (Widder, Schütze, Löwe) und Blüte (Waage, Zwillinge, Wassermann).
Biodynamischer Wein ist im Grunde genommen ein echter Wein. Bei einer Verkostung ist er von seinen traditionellen Pendants nicht zu unterscheiden. Der Unterschied liegt in der Bewirtschaftung der Weinberge. Die Reben werden im Gleichgewicht und mit Respekt gepflegt, frei von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Der biodynamische Ansatz legt Wert auf ein Ökosystem von Heilpflanzen für die Weinberge. Steiners neun biodynamische Präparate enthalten natürliche Verbindungen wie Schwefel, Löwenzahn und Kuhhorn zur Anreicherung des Bodens und der Weinberge.
Biodynamische Weingüter folgen auch bestimmten architektonischen Grundsätzen und bevorzugen geschwungene Strukturen ohne Ecken, die den unendlichen Raum symbolisieren. Elemente wie Stroh und Gras, die in der Peripherie der Gebäude verwendet werden, absorbieren tagsüber die Sonnenenergie und strahlen sie nachts ab, was zu einer harmonischen Umgebung beiträgt.
Biodynamischer Wein steht für einen nachhaltigen, harmonischen Ansatz im Weinbau. Sie richtet die Weinherstellung auf die natürliche Ordnung der Erde und des Kosmos aus und gewährleistet, dass die daraus entstehenden Weine ihre Qualität und ihren Geschmack behalten. Diese Praxis ist nicht nur eine Methode, sondern auch ein Zeugnis für die dauerhafte Verbindung zwischen der menschlichen Landwirtschaft und der Natur im Allgemeinen.
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