20.05.2026
Die südafrikanische Regierung erwägt ein Track-and-Trace-System, mit dem Verbraucher Alkohol, Zigaretten und Medikamente per Smartphone scannen könnten, um zu prüfen, ob die Produkte echt sind. Ziel ist es, den illegalen Handel einzudämmen, der nach Angaben von Regierungsvertretern der Wirtschaft jedes Jahr rund R100 Milliarden entzieht.
Johnstone Makhubu, der neue Commissioner der South African Revenue Service, sagte dem Standing Committee on Finance des Parlaments, dass die Steuerbehörde und die National Consumer Commission an dem System arbeiten, das 2026 eingeführt werden könnte. Der Vorschlag würde Bier und andere alkoholische Getränke ebenso erfassen wie Tabakprodukte und Medikamente.
Nach dem Plan würde jedes Produkt einen eindeutigen Code tragen, etwa einen Barcode oder QR-Code, der von Verbrauchern oder Kontrolleuren gescannt werden könnte. Der Scan würde anzeigen, ob ein Artikel im Inland hergestellt oder importiert wurde und – im Fall von Importware – wer ihn ins Land gebracht hat und wann. Ziel sei es, es Fälschungen und unversteuerten Waren schwerer zu machen, über den Einzelhandel in den Markt zu gelangen.
Besonders akut ist das Problem im Tabaksektor. SARS schätzt, dass illegale Zigaretten inzwischen mehr als 60% des südafrikanischen Absatzes ausmachen – ein Niveau, das bei Steuerbehörden und Gesundheitsexperten Besorgnis ausgelöst hat. Das umfassendere Problem des illegalen Handels betrifft auch Alkohol und Medikamente, wo gefälschte oder umgeleitete Produkte legale Anbieter unter Druck setzen und Verbraucher gefährlichen Waren aussetzen können.
Corné van Walbeek, Professor an der School of Economics der University of Cape Town und Direktor der Research Unit on the Economics of Excisable Products, sagte, ähnliche Systeme würden bereits in Ländern wie Kenia und der Türkei eingesetzt. Track-and-Trace-Instrumente seien vielen Verbrauchern inzwischen durch Paketverfolgung und Produktrückrufe vertraut, bei denen Unternehmen Waren entlang der Lieferkette nachverfolgen oder im Problemfall bis zur Quelle zurückverfolgen.
Van Walbeek sagte, das System sei nicht vollständig davon abhängig, dass Verbraucher mitmachen. Auch staatliche Kontrolleure könnten Produkte in Geschäften scannen, um zu prüfen, ob sie legitim sind. Er bezeichnete den Vorschlag als Versuch, auf ein Problem zu reagieren, das sich mit den bisherigen Durchsetzungsmaßnahmen nicht lösen ließ.
Der Plan kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Südafrika unter Druck steht, die Steuereinnahmen zu stärken und die Kontrolle über verbrauchsteuerpflichtige Waren zu verschärfen. Für Bierhersteller, Zigarettenproduzenten und legal operierende Pharmaunternehmen könnte ein funktionierendes Track-and-Trace-System verändern, wie Produkte vom Werk bis ins Regal überwacht werden; zugleich erhielten die Behörden ein weiteres Instrument, um illegale Ware zu identifizieren, bevor sie Käufer erreicht.
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