14.05.2026
Die Agrar- und Lebensmittelexporte der Europäischen Union erreichten 2025 238,2 Milliarden Euro und lagen damit 1,6 % über dem Vorjahreswert, obwohl die Importe schneller zulegten und die Handelsbilanz des Blocks in diesem Sektor einengten, wie aus am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Eurostat-Daten hervorgeht.
Die Zahlen zeigen, dass die EU 2025 Agrarprodukte im Wert von 213,5 Milliarden Euro aus Ländern außerhalb des Blocks importierte, ein Plus von 9,3 % gegenüber 2024. Damit verblieb für die Europäische Union ein Überschuss von 24,7 Milliarden Euro – ein Hinweis auf die anhaltende Bedeutung des Sektors für die Wirtschaft der Region trotz des wachsenden Drucks durch ausländische Anbieter.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Agrarhandel stetig ausgeweitet. Zwischen 2015 und 2025 stiegen die Exporte im Jahresdurchschnitt um 4,4 %, während die Importe mit 5 % pro Jahr etwas schneller zunahmen. Mengenmäßig exportierte die Europäische Union 2025 131 Millionen metrische Tonnen Agrarprodukte und importierte 154 Millionen metrische Tonnen; das gesamte Handelsvolumen wuchs im selben Zeitraum im Jahresdurchschnitt um 0,9 %.
Das Vereinigte Königreich blieb 2025 der größte Exportmarkt der Europäischen Union für Agrargüter und stand für 23,3 % der Verkäufe außerhalb des Blocks beziehungsweise für 55,6 Milliarden Euro. Die Vereinigten Staaten lagen mit einem Anteil von 12 % und Käufen im Wert von 28,5 Milliarden Euro auf Platz zwei, gefolgt von der Schweiz mit 5,7 % beziehungsweise 13,5 Milliarden Euro und China mit 4,9 % beziehungsweise 11,6 Milliarden Euro.
Die Handelsmuster unter den wichtigsten Exportzielen veränderten sich gegenüber 2024 nur geringfügig, wenngleich die Lieferungen in die Vereinigten Staaten um 0,9 % zurückgingen. Eurostat führte diesen Rückgang auf Zölle zurück, die auf mehrere Agrarprodukte erhoben wurden.
Auf der Importseite war Brasilien mit einem Anteil von 8,5 % im Wert von 18,2 Milliarden Euro der größte Lieferant von Agrargütern für die Europäische Union. Es folgten das Vereinigte Königreich mit 8 % beziehungsweise 17,1 Milliarden Euro, dann die Vereinigten Staaten mit 6,2 % beziehungsweise 13,3 Milliarden Euro und China mit 5,1 % beziehungsweise 10,9 Milliarden Euro.
Auch die Importstruktur des Blocks verschob sich gegenüber dem Vorjahr leicht. Der Anteil der Ukraine an den EU-Agrarimporten sank von 6,7 % auf 5 %, nachdem befristete Erleichterungen im Handel mit Agrarprodukten ausgelaufen waren.
Wein und weinbasierte Produkte blieben eine der wertvollsten Exportkategorien Europas im Agri-Food-Handel und erreichten 2025 einen Wert von 16,4 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie WineNews unter Berufung auf den Jahresendbericht Monitoring E.U. Agri-Food Trade der Europäischen Kommission analysiert.
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