16.03.2026
Auf der Konferenz Central Coast Insights, die am 11. März im Paso Robles Event Center stattfand, diskutierten Branchenführer und Finanzexperten über die sich verändernde Landschaft der Ausgaben für alkoholische Getränke in den Vereinigten Staaten. Neue Daten von NIQ und dem World Data Lab prognostizieren, dass die Verbraucherausgaben für alkoholische Getränke bis 2034 mehr als 300 Milliarden Dollar erreichen könnten. Für Wein wird mit 4,5 % das größte Wachstum erwartet, gefolgt von Bier mit 2,4 % und Spirituosen mit 2,8 %. Die Redner auf der Veranstaltung warnten jedoch, dass diese Prognosen möglicherweise nicht eintreffen werden, wenn sich die Branche nicht an die aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten anpasst.
Phil Markert, Director of Liquor bei Albertsons Companies, betonte, dass sich die Branche nicht auf Strategien der Vergangenheit verlassen kann, um auf dem heutigen Markt erfolgreich zu sein. Wir können das Jahr 2025 nicht wie 1985 behandeln", sagte er und betonte die Notwendigkeit von Innovation und Widerstandsfähigkeit, wenn der Markt schrumpft und sich die Verbrauchergewohnheiten ändern.
Die Konferenz zog fast 200 Teilnehmer an, die ein Gefühl der Dringlichkeit für die Gestaltung der Zukunft der Alkoholindustrie zum Ausdruck brachten. Trotz des Optimismus über das langfristige Wachstum räumten die Diskussionsteilnehmer eine Reihe makroökonomischer Herausforderungen ein, denen sich Hersteller und Einzelhändler gegenübersehen. Callum Williams, leitender Wirtschaftsjournalist bei The Economist, eröffnete den Tag mit einem Überblick über den globalen wirtschaftlichen Druck, wie Zölle, Inflation und veränderte Verbraucherstimmung.
Williams wies darauf hin, dass einige Sektoren - insbesondere der Technologiesektor - in den letzten Jahren floriert haben, die meisten Branchen jedoch zu kämpfen hatten. Seit 2019 ist der S&P 500 um 113 % gestiegen, was vor allem auf die Leistung von Technologieunternehmen zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu ist der Wert von Alkoholunternehmen um 12 % gesunken, was sie für Anleger weniger attraktiv macht.
Trotz des relativ starken BIP-Wachstums und einer robusten Gesamtwirtschaft wies Williams darauf hin, dass die amerikanischen Verbraucher ihre finanzielle Situation pessimistischer denn je einschätzen. Er zitierte Daten, die zeigen, dass die grundlegenden Lebenshaltungskosten heute 35 % höher sind als vor der Pandemie. Durch diesen Anstieg fühlen sich viele Haushalte unter Druck gesetzt, was zu Kürzungen bei den Ermessensausgaben, z. B. für Alkohol, führt.
Williams sagte, dass die öffentliche Stimmung jetzt negativer ist als während der Rezession 2008 oder sogar während der COVID-19-Pandemie. "Die Menschen geben mehr für Wein aus, wenn sie sich reicher fühlen", erklärte er. "Und sie fühlen sich im Moment nicht reich." Er argumentierte, dass eine Verbesserung des Verbrauchervertrauens in die Wirtschaft und die persönlichen Finanzen entscheidend für die Umkehrung des Rückgangs beim Alkoholverkauf sein wird.
Die auf der Konferenz vorgestellten NIQ-Daten zeigten, dass sowohl der Alkoholverkauf an Ort und Stelle (Bars und Restaurants) als auch außerhalb von Ort und Stelle (Einzelhandelsgeschäfte) im vergangenen Jahr wert- und mengenmäßig zurückgegangen ist. Diese Rückgänge stehen in engem Zusammenhang mit der Besorgnis der Verbraucher über die wirtschaftliche Stabilität. Der einzige nennenswerte Zuwachs war bei trinkfertigen Produkten zu verzeichnen, insbesondere bei solchen, die in Convenience-Stores verkauft werden. Der Umsatz mit weinhaltigen trinkfertigen Getränken stieg um 29,8 % auf 1,2 Milliarden Dollar.
Kaleigh Theriault, Director of Thought Leadership bei NIQ, erklärte, dass die Verbraucher alkoholische Getränke zunehmend nach bestimmten Anlässen und Budgetbeschränkungen auswählen. Da die Menschen nicht unbedingt notwendige Anschaffungen einschränken, hat sich der Wettbewerb zwischen den Marken um einen Teil der Verbraucherausgaben verschärft.
Während des gesamten Tages konzentrierten sich die Podiumsdiskussionen auf Strategien zur Bewältigung von Herausforderungen außerhalb der Lokale, wie z. B. den Aufbau erfolgreicher Partnerschaften mit Distributoren und Einzelhändlern. Die Experten waren sich einig, dass das Angebot von Qualitätsprodukten zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und die Wiedereinführung einer persönlichen Note in der Kundeninteraktion von entscheidender Bedeutung sind, um auf dem heutigen Markt Käufer anzuziehen und zu halten.
Die Teilnehmer waren sich einig: Die langfristigen Prognosen für den Alkoholkonsum sind zwar nach wie vor positiv, doch sind sofortige Maßnahmen erforderlich, um den derzeitigen wirtschaftlichen Gegenwind und die sich ändernde Einstellung der Verbraucher zu bewältigen, wenn diese Prognosen Wirklichkeit werden sollen.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
E-Mail: info@vinetur.com | Tel: +34 986 077 611
Hauptsitz und Büros in Vilagarcia de Arousa, Galicien