13.03.2026
In Italien haben zwischen 2012 und 2025 mehr als 156.000 kleine Geschäfte dauerhaft geschlossen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse des Forschungsbüros Confcommercio hervor, die 122 italienische Städte umfasst. Das Tempo der Schließungen hat sich beschleunigt, mit einem durchschnittlichen jährlichen Rückgang von 3,1 % im Jahr 2025 gegenüber 2,2 % in den Vorjahren. Dieser Trend ist in den nördlichen Gemeinden besonders ausgeprägt, wo viele Geschäftsräume leer stehen.
Gleichzeitig ist das Gastgewerbe gewachsen und hat im gleichen Zeitraum 19.000 neue Betriebe aufgenommen. Die Zahl der Restaurants stieg um 35 %, während die Zahl der Feinkostläden, Eiscafés und Konditoreien um 14,4 % zunahm. Der bedeutendste Anstieg ist bei den alternativen Unterkünften zu verzeichnen, z. B. bei den Kurzzeitvermietungen, die um 184,4 % zugenommen haben. Diese Veränderungen sind weitgehend auf ein verändertes Verbraucherverhalten zurückzuführen.
Online-Verkäufe machen heute 11,3 % aller online gekauften Waren und 18,4 % der Dienstleistungen im Jahr 2025 aus. Dieses Wachstum des elektronischen Handels hat zum Rückgang der physischen Geschäfte beigetragen und die Struktur des Handelsangebots in den italienischen Städten verändert. Zwischen 2015 und 2025 stieg der Gesamtindex der Einzelhandelsumsätze um 14,4 %, aber kleine Einzelhandelsflächen verzeichneten kein Wachstum (0,0 %), während sich der Online-Umsatz fast verdreifachte (+187 %). In Geldwerten ausgedrückt, stieg der Online-Umsatz von 31,4 Mrd. € im Jahr 2019 auf 62,3 Mrd. € im Jahr 2025 und verdoppelte sich damit in nur sechs Jahren.
Die Zusammensetzung der wirtschaftlichen Aktivitäten in italienischen Städten verlagert sich weiter in Richtung tourismusbezogener Unternehmen, insbesondere Kurzzeitvermietungen und Restaurants. Die Zahl der Beherbergungsbetriebe nimmt häufig auf Kosten der traditionellen Hotels zu, während einige Bars zu Restaurants umklassifiziert werden.
Auf regionaler Ebene zeigt die Analyse, dass die südlichen Städte eine weniger geordnete, aber dynamischere Geschäftsentwicklung aufweisen. Die Zahl der Bed-and-Breakfasts hat sich in den historischen Zentren seit 2012 fast vervierfacht, mit einem Anstieg von 290 % gegenüber einem Anstieg von 147 % in den zentralen und nördlichen Regionen.
Die traditionellen Einzelhandelsbranchen sind stark rückläufig: Kioske sind um 51,9 %, Bekleidungs- und Schuhgeschäfte um 36,9 %, Möbel- und Eisenwarengeschäfte um 35,9 % und Buch- und Spielwarenläden um 32,6 % zurückgegangen. Auch Bars und Straßenverkäufer sind rückläufig, was einen Rückgang des traditionellen städtischen Handels widerspiegelt.
Im Gegensatz dazu wachsen einige dienstleistungsorientierte Unternehmen, die mit dem Tourismus verbunden sind: Restaurants (+35 %), Feinkostläden, Eisdielen, Konditoreien (+14,4 %) und insbesondere alternative Unterkünfte (+184,4 %). Auch Apotheken (+9,8 %) und Computer-/Telefonläden (+7,9 %) verzeichnen ein moderates Wachstum.
Unternehmen in ausländischem Besitz spielen weiterhin eine wichtige Rolle im Handel und in den öffentlichen Diensten und haben zwischen 2012 und 2025 um 134.000 Einheiten zugenommen, während Unternehmen in italienischem Besitz im gleichen Zeitraum um 290.000 zurückgingen. Diese von Ausländern geführten Unternehmen haben rund 194.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, bleiben aber im Durchschnitt kleiner (von 1,9 Beschäftigten pro Unternehmen im Jahr 2012 auf 1,7 im Jahr 2025) als italienische Unternehmen, deren durchschnittliche Größe von 2,4 auf drei Beschäftigte gestiegen ist.
Es gibt auch eine Verlagerung hin zu stärker strukturierten Unternehmensformen: Aktiengesellschaften machen jetzt einen größeren Anteil im Einzelhandel (von 9 % auf 17 %) und im Gastgewerbe (von 14,2 % auf 30,6 %) aus, während Einzelunternehmen und Genossenschaften rückläufig sind. Dies deutet auf eine allmähliche Entwicklung hin zu mehr Organisation und Effizienz im italienischen Dienstleistungssektor hin, der sich an die veränderten Verbrauchergewohnheiten und Marktbedingungen anpasst.
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