16.03.2026
Die französische Champagner-Gruppe Lanson-BCC meldete für das Jahr 2025 einen starken Gewinnrückgang: Der Nettogewinn sank um 32 % auf 16,2 Millionen Euro. Der Rückgang ist auf geringere Verkaufsmengen und steigende Kosten für Trauben und Lagerfinanzierung zurückzuführen. Die Gruppe, zu der acht Champagnerhäuser gehören, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 8,7 % auf 233 Mio. Euro in einem schwierigen Marktumfeld, das die gesamte Branche betrifft.
Bruno Paillard, CEO von Lanson-BCC, äußerte sich am Mittwoch zu den Ergebnissen und warnte davor, dass die Champagnerhersteller ihren beliebten Kundenstamm in Frankreich verloren haben. Er bezeichnete dies als schwerwiegenden Fehler und kündigte Pläne an, auf dem heimischen Markt wieder Fuß zu fassen, auch wenn dies aufgrund teurer Lagerbestände höhere Kosten bedeute. Paillard sagte, das Unternehmen werde sich auf die Stärkung seines Einstiegsangebots konzentrieren, einschließlich der Wiedereinführung der Cuvée Chanoine Héritage und der Erhöhung seiner Präsenz in großen Einzelhandelsketten.
Paillard wies auf eine jahrzehntelange Stagnation des Wachstums des Champagnermarktes hin und führte das Problem größtenteils auf die steigenden Traubenpreise zurück. Er wies auf den Einfluss des Luxuskonzerns LVMH hin, der durch seinen aggressiven Wettbewerb um Traubenlieferungen die Kosten in der gesamten Branche in die Höhe getrieben habe. Paillard zufolge mussten alle Champagnerhäuser diesen höheren Preisen entsprechen, um genügend Trauben für die Produktion zu sichern, was dazu führte, dass die Keller mit Weinen gefüllt sind, die für die aktuelle Marktnachfrage zu teuer sind.
Als Reaktion darauf plant Lanson, seine Traubeneinkaufspreise in diesem Jahr um 5 bis 10 % zu senken. Das Unternehmen gab keine konkreten Prognosen für das Jahr 2026 ab und begründete dies mit der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheit. Paillard erklärte jedoch, dass das Ziel von Lanson darin bestehe, die verlorenen Verkaufsmengen in den wichtigsten Märkten zurückzugewinnen und gleichzeitig die Rentabilität zu erhalten. Er gab als Ziel einen Nettogewinn von mindestens 20 Millionen Euro für das kommende Jahr an.
Im Januar schloss Lanson die Übernahme von Heidsieck & Co Monopole für 50 Millionen Euro ab und erweiterte damit sein Portfolio an Premiummarken. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung der Position des Unternehmens auf den nationalen und internationalen Märkten, da sich der Wettbewerb verschärft und sich die Verbraucherpräferenzen ändern.
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