26.01.2026
Die Europäische Union hat am Montag eine Diskussion über die Aktualisierung des Rechtsrahmens für die ökologische Erzeugung begonnen, wobei der Schwerpunkt auf strengeren Regeln für die Verwendung des offiziellen Bio-Logos liegt. Die Debatte fand auf der ersten Tagung der Landwirtschaftsminister unter zyprischer Präsidentschaft statt. Hauptthema waren die vorgeschlagenen Änderungen der Verordnung 2018/848, die die ökologische Erzeugung und Kennzeichnung in der EU regelt. Diese Verordnung ist seit Januar 2022 in Kraft.
Am 16. Dezember legte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Vereinfachung der geltenden Vorschriften und zur Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs zwischen Erzeugnissen, die den EU-Standards entsprechen, und solchen, die unter gleichwertigen Standards eingeführt werden, vor. Der Vorschlag zielt auch darauf ab, die Anforderungen für Kleinerzeuger, die sich Gruppen von Marktteilnehmern anschließen wollen, anzupassen, um ihnen die Teilnahme am Biosektor zu erleichtern. Nach Schätzungen der Kommission könnten durch diese Änderungen 47,8 Millionen Euro an Verwaltungskosten für Erzeuger, Unternehmer und Verwaltungen eingespart werden.
Ein wichtiger Teil der Debatte dreht sich um die Verwendung von Begriffen wie "organisch", "biologisch" und "ökologisch" sowie um die Verwendung des EU-Logos "Euroleaf". Die Kommission möchte diese Begriffe und das Logo ausschließlich für Produkte reservieren, die den EU-Vorschriften entsprechen. Dieser Schritt folgt auf einen Rechtsfall, in den das deutsche Unternehmen Herbaria verwickelt war und der zu Fragen über die Rechtsgrundlage für die Anerkennung der Gleichwertigkeit von EU-Bio-Standards und denen von Drittländern führte.
Um die Bedenken über mögliche Störungen im internationalen Handel mit ökologischen Lebensmitteln und Getränken auszuräumen, schlägt die Kommission eine zehnjährige Verlängerung der Gleichwertigkeitsabkommen mit elf Nicht-EU-Ländern vor. Diese Abkommen sollten Ende 2026 auslaufen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen werden die Erzeugnisse beider Seiten nach den jeweiligen nationalen Systemen als ökologisch anerkannt.
Die anhaltende Debatte spiegelt die wachsende Nachfrage nach Klarheit und Konsistenz bei der Definition und Kennzeichnung ökologischer Erzeugnisse auf dem EU-Markt wider. Sie verdeutlicht auch die Spannungen zwischen der Unterstützung einheimischer Erzeuger und der Aufrechterhaltung des offenen Handels mit Ländern, deren Standards von denen der EU abweichen können. Das Ergebnis dieser Diskussionen wird sich nicht nur auf europäische Landwirte und Lebensmittelunternehmen auswirken, sondern auch auf internationale Partner, die ökologische Erzeugnisse nach Europa exportieren.
Es wird erwartet, dass die Vorschläge der Kommission in den Mitgliedstaaten weiter diskutiert werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Der Prozess wird sich wahrscheinlich über mehrere Monate hinziehen, da die Interessenvertreter ein Gleichgewicht zwischen der Vereinfachung der Vorschriften, dem Schutz der Verbraucher und der Unterstützung des internationalen Handels mit ökologischen Erzeugnissen anstreben.
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