Französische Käufer zeigen trotz Umsatzrückgang steigendes Vertrauen in Supermarktweine

16.02.2026

Neue Studie zeigt, dass 97 % der Verbraucher Wein aus dem Supermarkt vertrauen, wobei sowohl die Qualitätswahrnehmung als auch die täglichen Einkäufe zunehmen

Auf der Messe Wine Paris 2026 präsentierte Rayon Boissons die Ergebnisse einer neuen Studie über die Einstellung der französischen Verbraucher zu den Weinabteilungen in Supermärkten. Die von YouGov im Dezember 2025 durchgeführte Studie knüpft an eine ähnliche Untersuchung aus dem Jahr 2005 an. Ziel war es, zu analysieren, wie sich die Weinkaufgewohnheiten in den letzten zwei Jahrzehnten verändert haben.

Trotz eines Rückgangs der Weinverkäufe in französischen Supermärkten um 4,2 % zwischen 2024 und 2025 - was einem Rückgang von 35 Millionen verkauften Flaschen entspricht - bleiben die Supermärkte der wichtigste Kanal für den Weinkauf in Frankreich. Laut der Studie gaben fast 9 von 10 Verbrauchern an, im vergangenen Jahr Wein in einem Supermarkt oder Hypermarkt gekauft zu haben, wobei Hard-Discount-Geschäfte nicht berücksichtigt sind. Diese Zahl bedeutet einen Anstieg um 19 Prozentpunkte im Vergleich zu 2005, als 84 % der Befragten angaben, Wein in diesen Geschäften zu kaufen.

Das Vertrauen in Supermarktweine ist ebenfalls gestiegen. Die Studie ergab, dass 97 % der Befragten den in Supermärkten verkauften Weinen vertrauen, und 52 % gaben an, dass sie "volles Vertrauen" haben, was einem Anstieg von 8 Punkten gegenüber 2005 entspricht. Auch in Bezug auf die Qualität hat sich die Wahrnehmung verbessert: 82 % glauben, dass sich die Qualität der im Supermarkt angebotenen Weine in den letzten 20 Jahren verbessert hat.

Der Preis bleibt für viele Käufer ein wichtiger Faktor. Die Hälfte der Befragten gab an, dass Supermärkte ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten als andere Vertriebskanäle wie der Direktverkauf beim Erzeuger, Weinhandlungen oder Online-Händler.

Die Entscheidung, wo man Wein kauft, hängt oft vom Anlass ab. Für alltägliche Einkäufe bevorzugen 73 % der Befragten Supermärkte - ein Anstieg um 11 Prozentpunkte seit 2005 - während nur 6 % zu diesem Zweck in Weinfachgeschäfte gehen. Für ein Abendessen mit Freunden wählen 57 % Supermärkte oder Verbrauchermärkte, ein Anstieg um 6 Prozentpunkte im Vergleich zu vor zwei Jahrzehnten. Dagegen gehen nur 25 % zu solchen Anlässen in eine Weinhandlung. Beim Kauf von Wein als Geschenk geht jedoch fast die Hälfte (47 %) lieber in eine Weinhandlung, während nur 35 % sich für Supermärkte entscheiden.

Die Studie hat auch einige Schwachstellen in den Weinabteilungen der Supermärkte aufgezeigt. Die Befragten wiesen auf einen Mangel an Informationen und Beratung in den Geschäften sowie auf Bedenken hinsichtlich der Lagerung und Aufbewahrung der Flaschen hin.

Weinmessen, die von Supermärkten veranstaltet werden, sind weniger gut besucht als früher. Nur 36 % der Verbraucher gaben an, diese Veranstaltungen im Jahr 2025 zu besuchen, ein Rückgang um 13 Prozentpunkte gegenüber 2005. Dennoch sind diese Messen für die Einzelhändler nach wie vor wichtig: Von denjenigen, die sie besuchten, kauften 91 % mindestens eine Flasche während der Veranstaltung.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Weinabsatz in den Supermärkten zwar insgesamt leicht zurückgegangen ist, die großen Einzelhandelsketten aber weiterhin eine zentrale Rolle beim Weinkauf der französischen Verbraucher spielen. Das Vertrauen und die wahrgenommene Qualität haben im Laufe der Zeit zugenommen, aber es gibt immer noch Bereiche, in denen die Supermärkte ihr Angebot und ihre Dienstleistungen verbessern könnten, um die Erwartungen der Kunden besser zu erfüllen.