12.02.2026
Die französischen Wein- und Spirituosenexporte sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen, und zwar um etwa 8 % auf rund 14,3 Mrd. Euro, d. h. etwa 17 Mrd. US-Dollar, wie aus den am Dienstag vom französischen Verband der Wein- und Spirituosenexporteure (FEVS) veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Rückgang wurde hauptsächlich auf die eskalierenden geopolitischen und handelspolitischen Spannungen zurückgeführt, wobei der Markt in den Vereinigten Staaten den stärksten Rückgang verzeichnete.
Die Ausfuhren in die USA, die eines der wichtigsten Zielländer für französische Weine und Spirituosen sind, gingen im Jahresverlauf um 21 % zurück. Nach Angaben der FEVS sank das Volumen der in den USA verkauften französischen Weine und Spirituosen unter 30 Millionen Kisten, was einem Rückgang von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang folgte auf eine vorsorgliche Bevorratung Ende 2024 und wurde durch wirtschaftliche Unsicherheiten verstärkt, die sich auf die Konsumgewohnheiten der Verbraucher auswirkten.
Die FEVS nannte mehrere Faktoren für den Exportrückgang. Neu eingeführte Zölle auf dem US-Markt und ein ungünstiger Wechselkurs machten französische Produkte weniger wettbewerbsfähig. Im Januar drohte Präsident Donald Trump nach einer diplomatischen Meinungsverschiedenheit mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die internationale Gaza-Politik mit der Verhängung von Zöllen in Höhe von 200 % auf französische Weine und Champagner. Diese Drohungen führten zu einer weiteren Instabilität in einem ohnehin schon schwierigen Handelsumfeld.
Trotz dieser Rückschläge stellte Gabriel Picard, Präsident der FEVS, fest, dass Wein und Spirituosen weiterhin den drittgrößten Beitrag zum französischen Handelsüberschuss leisten. Er betonte, dass "geopolitische Spannungen, Handelskonflikte, Wechselkursschwankungen und auch der Vertrauensverlust der Haushalte unsere Exporte belastet haben". Picard äußerte die Hoffnung, dass neue Handelsabkommen der Europäischen Union mit Indien und dem Mercosur-Block den französischen Herstellern neue Märkte eröffnen könnten. Er warnte jedoch davor, dass das Jahr 2026 für die Exporteure weiterhin schwierig werden könnte, wenn sich der Marktzugang nicht verbessert.
Der französische Wein- und Spirituosensektor sah sich in den letzten Jahren regelmäßig mit US-Zöllen konfrontiert, die oft mit allgemeineren politischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Paris zusammenhingen. Die jüngsten Zahlen zeigen, wie empfindlich die Branche auf Veränderungen in den internationalen Beziehungen und der Wirtschaftspolitik reagiert. Da sich die globalen Nachfragemuster ändern und die Handelsschranken schwanken, beobachten die französischen Erzeuger genau, ob es Anzeichen für eine Erholung oder weitere Störungen auf ihren wichtigsten Exportmärkten gibt.
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