Österreichisches Weinprogramm erweitert um Food Marketing

14.04.2026

Die Fachhochschule Burgenland erklärt, die Änderung spiegele sinkende Alkoholverkäufe und bessere Berufsaussichten für Absolventen wider.

Eisenstadt, Österreich, 14. April 2026 — Die Fachhochschule Burgenland benennt ihren berufsbegleitenden Masterstudiengang International Wine Marketing um und erweitert den Lehrplan um Food Marketing. Nach Angaben der Hochschule trägt der Schritt veränderten Konsumgewohnheiten in Österreich und im Ausland Rechnung und soll die Berufsaussichten der Absolventen verbessern.

Das in Eisenstadt angesiedelte und über vier Semester angebotene Programm soll künftig Master of Wine and Food Marketing heißen, sofern die endgültige Genehmigung durch die österreichische Qualitätssicherungsagentur erteilt wird. Die Hochschule erklärte, der überarbeitete Abschluss richte sich an Studierende, die eine Karriere an der Schnittstelle von Wein- und Lebensmittelwirtschaft anstreben; dazu zählen heute Marketing, Markenmanagement, Exportvertrieb, Produktentwicklung, digitale Kommunikation und tourismusbezogene Tätigkeiten.

Seit mehr als 20 Jahren bildet die Hochschule Marketingfachleute für die Weinbranche aus. Absolventen arbeiten heute in Weingütern, im Weinhandel und in der Gastronomie. Angesichts sinkender Wein- und anderer Alkoholabsätze in Österreich und auf internationalen Märkten wolle man jedoch ein Programm anbieten, das besser zur aktuellen Nachfrage im breiteren Food-and-Beverage-Sektor passe, so die Hochschule.

Marcus Wieschhoff, der Studiengangsleiter, sagte, die neue Struktur werde den Studierenden helfen, internationale Märkte zu verstehen, Trends zu analysieren und die Zukunft von Wein- und Lebensmittelmarken mitzugestalten. Die Hochschule betonte, der Studiengang bleibe im deutschsprachigen Raum ungewöhnlich wegen seines Fokus auf internationale Märkte, Gastvorträgen aus der Branche, Exkursionen und spezialisiertem Unterricht in englischer Sprache.

Der Studiengang nimmt 25 Studierende auf. Die Lehrveranstaltungen sind für Berufstätige konzipiert und finden etwa alle vier Wochen von Freitag bis Sonntag am Campus statt; zusätzlich gibt es unter der Woche abendliche Online-Sitzungen. Studiengebühren fallen nicht an.

Bewerber benötigen einen abgeschlossenen Hochschulabschluss einer anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung in Österreich oder im Ausland. Die Hochschule teilte mit, dass sie Abschlüsse aus den Bereichen Wirtschaft ebenso akzeptiere wie solche aus den Naturwissenschaften oder der Rechtswissenschaft. Die Lehre erfolgt auf Deutsch und Englisch; in beiden Sprachen ist ein C1-Niveau erforderlich.

Die Hochschule erklärte, Bewerbungen seien bereits möglich und das umbenannte Programm könne im Herbst 2026 starten, sofern AQ Austria zustimmt.