Deutschland warnt nach den Eisheiligen vor Spätfrost

18.05.2026

Meteorologen sagten, dass es in Teilen des Landes trotz des vorübergezogenen traditionellen Kälteeinbruchs Mitte Mai über Nacht zu leichtem Bodenfrost kommen könnte.

Der Deutsche Wetterdienst hat am Montag mitgeteilt, dass ein später Kälteeinbruch in Teilen des Landes weiterhin leichten Frost bringen könnte, auch wenn die traditionelle Kälteperiode Mitte Mai, die als Eisheilige bekannt ist, bereits vorbei ist.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärte, das Risiko sei begrenzt; eine flächendeckende Rückkehr winterlicher Witterung werde nicht erwartet. In der Nacht auf Dienstag könnten die Temperaturen in einigen Tälern und tiefer gelegenen Gebieten jedoch so weit sinken, dass leichter Bodenfrost entsteht – vor allem dort, wo der Himmel aufklart, der Wind nachlässt und sich örtlich Nebel bildet.

Am stärksten gefährdet sind Teile von Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Für Nordrhein-Westfalen und Hessen prognostizierte der DWD Tiefstwerte zwischen 7 und 3 Grad Celsius; nur in einzelnen Tal- und Beckenlagen bestehe eine geringe Wahrscheinlichkeit für Bodenfrost. In Rheinland-Pfalz und im Saarland könnten die Temperaturen ebenfalls auf 7 bis 3 Grad sinken, in manchen Tälern und Becken sogar auf bis zu 1 Grad, wodurch leichter Frost in Bodennähe etwas wahrscheinlicher werde.

Auch in Baden-Württemberg könnte es örtlich frostig werden. Dort liegen die nächtlichen Tiefstwerte laut DWD bei 8 bis 1 Grad Celsius; leichter Bodenfrost sei entlang der Donau und auf der Schwäbischen Alb möglich.

Auch in Bayern dürfte es kühl werden, vor allem in der Nacht auf Dienstag. Für Nordbayern werden Tiefstwerte zwischen 8 und 4 Grad Celsius erwartet, für Südbayern zwischen 10 und 4 Grad. Bodenfrost erwähnte der DWD in seiner aktuellen Prognose für Bayern nicht ausdrücklich. In den Alpen ist oberhalb von etwa 1.700 Metern am Montagnachmittag bis in die Nacht auf Dienstag hinein jedoch Schnee möglich. Auf der Zugspitze könnten die Temperaturen kurzzeitig um den Gefrierpunkt oder darunter liegen.

In den übrigen Teilen Deutschlands gilt Frost nach der aktuellen Vorhersage nicht als Thema. Im Norden und Osten werden die nächtlichen Tiefstwerte meist zwischen etwa 4 und 12 Grad Celsius erwartet. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg sowie in Sachsen kann es örtlich auf rund 4 Grad abkühlen; eine Warnung vor Bodenfrost sprach der DWD dort jedoch nicht aus.

Im Laufe der Woche sollen sich die Temperaturen tagsüber in weiten Teilen des Landes wieder erholen. Der DWD rechnet vielerorts mit Höchstwerten von etwa 17 bis 23 Grad Celsius. Das Wetter bleibt wechselhaft; Schauer, einzelne Gewitter, nächtlicher Nebel und zeitweise Regen werden in verschiedenen Regionen Deutschlands erwartet.