14.05.2026
Die britische Regierung teilte am Mittwoch mit, dass sie zügig ein Gesetz auf den Weg bringen werde, das die nationalen Vorschriften enger an jene der Europäischen Union anpassen soll – ein Schritt, der den Handel mit Lebensmitteln und Getränken, darunter Wein und Spirituosen, zwischen den beiden Märkten erleichtern könnte.
Die Maßnahme mit dem Namen European Partnership Bill soll den Prozess beschleunigen, britische Standards an Änderungen der EU-Vorschriften anzupassen. Nach Angaben von Regierungsvertretern ist es das Ziel, Reibungsverluste für Unternehmen zu verringern, die Waren über den Ärmelkanal transportieren, und Importeuren wie Exporteuren die Arbeit unter einem besser vorhersehbaren Regelwerk zu erleichtern.
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund erneuten Drucks aus der Wirtschaft auf die Minister, nachdem Unternehmen seit dem Brexit mit zusätzlichen Kosten und Compliance-Aufwand zu kämpfen haben. Besonders betroffen sind Lebensmittel- und Getränkeunternehmen, vor allem wenn Produkte getrennte Anforderungen an Kennzeichnung, Sicherheit und Dokumentation für den britischen und den europäischen Markt erfüllen müssen.
Regierungsvertreter erklärten, der Gesetzentwurf werde dazu beitragen, enge wirtschaftliche Beziehungen zum Block zu bewahren und Großbritannien zugleich Spielraum für Abweichungen zu lassen, wenn es dies für sinnvoll halte. Eine schnellere Angleichung werde den Handel unterstützen, ohne die regulatorische Kontrolle aufzugeben, argumentierten sie.
Der Plan stößt bei einigen Abgeordneten und Brexit-Befürwortern auf Kritik. Sie sagen, eine Beschleunigung des Prozesses könne die parlamentarische Kontrolle schwächen und an der Autonomie kratzen, die Großbritannien nach dem Austritt aus der EU gewonnen habe. Jede Annäherung sollte sorgfältig debattiert werden, statt rasch durchgesetzt zu werden, argumentieren sie.
Branchenverbände haben den Vorschlag überwiegend begrüßt. Wirtschaftsvertreter sagten, ein flexibleres System könne die Hürden für Unternehmen senken, die auf grenzüberschreitende Lieferketten angewiesen sind, und Verzögerungen durch sich ändernde Vorschriften verringern. Für Weinimporteure, Distributoren und Einzelhändler könnte jede Erleichterung bei Zoll- und Compliance-Verfahren Kosten, Lieferzeiten und den Zugang zu europäischen Produkten beeinflussen.
Der Gesetzentwurf ist Teil eines umfassenderen Vorhabens der Regierung, die Handelsbeziehungen mit ihrem größten nahen Markt zu steuern und zugleich auf Beschwerden aus Branchen zu reagieren, die weiterhin die Kosten der regulatorischen Trennung tragen müssten.
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