Amsterdam richtet neues Champagne-Verkostungsfestival aus

05.05.2026

Fête bringt vom 21. bis 25. Mai Häuser aus Reims, Épernay und den umliegenden Dörfern in den Rembrandtpark.

Ein neues auf Champagne ausgerichtetes Verkostungsevent in Amsterdam soll vom 21. bis 25. Mai eine Auswahl von Häusern aus Reims, Épernay und den umliegenden Dörfern in den Rembrandtpark bringen. Die Organisatoren sagen, sie wollten Besucherinnen und Besuchern einen direkten Blick auf die Produzenten hinter den Flaschen ermöglichen.

Die Veranstaltung mit dem Namen Fête wird eine Mischung aus großen etablierten Häusern und kleineren Erzeugern präsentieren, darunter Taittinger, Bollinger, Pommery, De Venoge, Ayala, Bliard-Labeste und Bonnaire. Ziel sei es, so die Organisatoren, nicht nur die Weine zu zeigen, sondern auch die Geschichte und die Produktionsstile, die sie prägen.

Taittinger mit Sitz in Reims ist für Cuvées bekannt, die stark auf Chardonnay setzen und seinen Weinen ein leichteres Profil sowie eine frische Struktur verleihen. Das Haus reift zudem viele seiner Champagner länger als es die Appellationsregeln vorschreiben – eine Praxis, die für mehr Balance und einen geschliffeneren Charakter sorgen kann.

Bollinger, ebenfalls einer der bekanntesten Namen in der Champagne, vergärt in Eichenfässern und stellt Pinot Noir ins Zentrum seiner Cuvées. Dieser Ansatz führt tendenziell zu volleren Weinen mit mehr Textur und Aromen, die oft als reife Frucht und Toastbrot beschrieben werden.

Pommery wird seit Langem mit Innovation verbunden. Das Haus gehörte zu den ersten, die einen Brut-Champagner auf den Markt brachten, und half damit, den trockenen Stil zu prägen, der weithin populär wurde. Seine Keller in Reims ziehen sich kilometerweit unterirdisch dahin und sind bis heute Teil der Identität des Hauses.

De Venoge an der Avenue de Champagne in Épernay hat seinen Ruf mit ausgewogenen Weinen und markanter Verpackung aufgebaut. Das Haus gilt als eines der ersten mit illustrierten Etiketten und für seine Princes-Cuvées bekannt, die in karaffenförmigen Flaschen abgefüllt werden.

Ayala mit Sitz in Aÿ konzentriert sich auf trockene Champagner mit niedrigem Dosage-Wert, was bedeutet, dass nach dem Degorgieren weniger Zucker zugesetzt wird. Das Haus sagt, es verwende ausschließlich den Most der ersten Pressung aus ausgewählten Premier-Cru- und Grand-Cru-Lagen.

Zu den kleineren Erzeugern bei Fête gehört Bliard-Labeste in Hautvillers, wo die Familie ihre Weinberge und Kellerarbeit selbst betreut. Bonnaire aus Cramant in der Côte des Blancs ist ein weiteres familiengeführtes Haus, das bei der Veranstaltung vertreten ist. Es arbeitet mit Trauben aus eigenen Parzellen und wird inzwischen von den Brüdern Jean-Etienne und Jean-Emmanuel Bonnaire geführt, die der vierten Generation angehören.

Die Organisatoren erklärten, sie seien selbst durch die Champagne gereist, um Produzenten auszuwählen, deren Geschichten sie nach Amsterdam bringen wollten. Im Vorfeld der Veranstaltung haben sie zudem Videomaterial von ihren Besuchen auf Instagram veröffentlicht.

Tickets werden für das fünftägige Programm im Rembrandtpark verkauft. Die Veranstaltung findet vor dem Hintergrund anhaltend starken Interesses an Champagne-Tourismus und Verkostungen direkt bei den Erzeugern statt, bei denen Besucher zunehmend wissen wollen, woher ein Wein kommt, bevor sie ihn trinken.

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