28.04.2026
Molson Coors Beverage geht am Donnerstag mit der Erwartung schwächerer Ergebnisse in Nord- und Südamerika sowie einem verhaltenen Ausblick für das Gesamtjahr in die Zahlen zum ersten Quartal, nachdem JPMorgan seine Gewinnprognose für den Brauereikonzern gesenkt und das Kursziel reduziert hat.
Die Bank erwartet nun für das Quartal einen bereinigten Gewinn von 36 Cent je Aktie, nach zuvor 40 Cent. Das liegt zwar immer noch leicht über der Konsensschätzung von 35 Cent je Aktie, spiegelt aber niedrigere Annahmen bei Umsatz und Marge im nordamerikanischen Geschäft des Unternehmens wider, heißt es in der Notiz von Analyst Drew Levine.
Levine beließ die Einstufung auf Neutral, senkte jedoch sein Kursziel von 45 auf 43 Dollar. Die Aktien von Molson Coors, die an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel TAP gehandelt werden, notierten am Montagnachmittag bei 42,57 Dollar und damit nahe den jüngsten Tiefstständen.
Die überarbeitete Prognose deutet auf anhaltenden Druck bei den Absatzmengen hin. JPMorgan rechnet nun mit einem Rückgang des Bierabsatzes um 3,8 % im Quartal, nach zuvor erwarteten minus 3,4 % und damit stärker als die breitere Markterwartung eines Rückgangs um 2,3 %. Zudem sieht das Institut die Bruttomarge um 234 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr auf 33,8 % sinken und damit unter der Konsensschätzung von 34,8 %.
Gleichzeitig hob Levine seine Schätzung für das Umsatzwachstum zu konstanten Wechselkursen auf 1,5 % an, nach zuvor erwarteten minus 0,9 %, und verwies dabei auf stärkere Erwartungen im Geschäft von Molson Coors in Europa, dem Nahen Osten und Afrika sowie im Asien-Pazifik-Raum. Allerdings senkte er die Erwartungen für das gesamte Umsatzwachstum auf 0,8 % von zuvor 1,4 %, was darauf hindeutet, dass Währungseffekte und eine schwächere Entwicklung in den USA weiterhin auf dem Gesamtergebnis des Unternehmens lasten.
Für das Gesamtjahr 2026 senkte JPMorgan seine Gewinnschätzung auf 4,65 Dollar je Aktie von zuvor 4,71 Dollar. Das entspräche einem Rückgang von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Prognose für 2027 wurde auf 4,75 Dollar je Aktie von zuvor 5 Dollar reduziert; das würde einem Wachstum von 1,9 % statt des bislang erwarteten Anstiegs um 6,1 % entsprechen.
Levine sagte, das Umfeld für Frühling und Sommer könne Molson Coors weiterhin helfen, wenn sich das Wetter verbessere und Veranstaltungen wie die Fußball-Weltmeisterschaft und America 250 die Nachfrage stützten. Zugleich erklärte er jedoch, dass die Marktanteilsentwicklung schwach geblieben sei und die Preisgestaltung schwierig bleibe, auch wenn die Übernahme von Atomic Brands in diesem Jahr zusätzliche Umsätze bringen könnte.
Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Bierhersteller in den USA mit einem gemischten Konsumumfeld konfrontiert sind: Die Absatztrends verlaufen uneinheitlich, und der Wettbewerb um Regalflächen bleibt intensiv. Für Molson Coors werden Anleger darauf achten, ob das Management Anzeichen dafür liefern kann, dass sich die Nachfrage in den Kernmärkten stabilisiert – oder ob der Margendruck in die wärmeren Monate hinein anhält, in denen sich der Bierabsatz üblicherweise verbessert.
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