16.04.2026
Berentzen teilte mit, dass die schwache Nachfrage nach Alkohol in Deutschland zum Ende des Jahres 2025 das Geschäft auch im ersten Quartal 2026 belastete, da der Handel mit hohen Lagerbeständen ins neue Jahr gestartet war und weniger Nachschub bestellte. Der deutsche Spirituosen- und Getränkehersteller berichtete am Dienstag, dass der Umsatz in den ersten drei Monaten 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 10 Prozent auf 35,2 Millionen Euro sank, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um mehr als 80 Prozent auf etwa 200.000 Euro zurückging.
Das Unternehmen erklärte, die Schwäche spiegele die enttäuschende Verbrauchernachfrage und den geringen Abverkauf in der Schlussphase des Jahres 2025 wider, insbesondere bei Spirituosen in Deutschland. Berentzen-Chef Oliver Schwegmann sagte, die Handelspartner seien mit erhöhten Beständen in das Jahr 2026 gestartet, die im ersten Quartal abgebaut werden mussten, was die Nachbestellungen deutlich gebremst habe. Zudem habe die schwache Nachfrage nach alkoholischen Getränken in Deutschland auch in den ersten Monaten des Jahres angehalten.
Die Ergebnisse deuten auf eine breitere Abkühlung des deutschen Alkoholmarktes hin, in dem schwächere Haushaltsausgaben und vorsichtige Bestellungen des Handels die Absatzmuster der Hersteller beeinflusst haben. Für Berentzen bedeutete das weniger Folgeaufträge, selbst nachdem Produkte bereits in den Handel ausgeliefert worden waren – ein Hinweis darauf, dass zu Jahresbeginn eher die Bestandskorrektur als die unmittelbare Verbrauchernachfrage das Geschäft bestimmte.
Trotz des deutlichen Rückgangs beim Quartalsgewinn hielt Berentzen an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Das Unternehmen erwartet für 2026 weiterhin einen Umsatz von 163 Millionen Euro bis 173 Millionen Euro, verglichen mit 162,9 Millionen Euro im Vorjahr, sowie ein operatives Ergebnis zwischen 7 Millionen Euro und 9 Millionen Euro nach 8,5 Millionen Euro im Jahr 2025.
Zum Portfolio von Berentzen gehören die Kernmarke Berentzen sowie Marken wie Doornkaat und Bommerlunder. Zudem produziert das Unternehmen alkoholfreie Getränke, darunter Mio Mio und Sinalco unter Lizenz.
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