14.04.2026
Ein Bundesberufungsgericht in Texas hat ein 157 Jahre altes bundesweites Verbot des Hausbrennens aufgehoben und entschieden, dass das Gesetz über die Steuerbefugnisse des Kongresses hinausgeht und mit der Verfassung kollidiert.
In einem am Freitag veröffentlichten 23-seitigen Gutachten bestätigte ein Richter am U.S. Court of Appeals for the Fifth Circuit eine frühere Entscheidung zugunsten von vier Mitgliedern der Hobby Distillers Association, einer Gruppe nördlich von Fort Worth. Der Fall begann 2023, nachdem die Mitglieder bei den Bundesbehörden eine Genehmigung zum Destillieren von Alkohol zu Hause beantragt hatten und abgelehnt worden waren.
Das Urteil schafft kein grenzenloses Recht, zu Hause Spirituosen herzustellen. Hobbybrenner, die in einem Haus, einer Garage oder im Garten destillieren wollen, bräuchten laut der Vereinigung weiterhin eine bundesstaatliche Genehmigung des Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, bekannt als TTB. Zudem müssten sie Verbrauchsteuern zahlen und die Gesetze auf Bundesstaaten- und Kommunalebene einhalten.
Die Vereinigung erklärte, das Urteil eröffne Hobbybrennern einen rechtlichen Weg nach vorn, ähnlich dem, den Heimbrauer und Winzer nach Bundesrecht bereits haben. „Das ist ein Meilenstein — aber nicht das Ziel“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme der Gruppe.
Der Rechtsstreit begann, als Rick Morris, Scott McNutt, John Prince und Thomas O. Cowdrey das Verbot nach der Ablehnung ihrer Anträge auf Genehmigungen für das Hausbrennen als verfassungswidrig anfochten. Ein Richter in Texas hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass das Verbot die Befugnisse des Kongresses nach dem Steuerrecht überschreite und gegen die Commerce Clause der Verfassung verstoße, wie Reuters berichtete.
Das bundesweite Verbot stammt aus dem Jahr 1868 und sieht Strafen bis hin zu Geldbußen und Haft vor. Gerichtsunterlagen zeigen, dass McNutt bereits 2014 vom TTB verwarnt worden war; darin hieß es, er könne bei einer Entdeckung beim Destillieren zu Hause zivil- und strafrechtliche Konsequenzen erwarten.
Nachdem ihr Antrag auf eine Genehmigung im November 2023 abgelehnt worden war, verklagten die vier Männer einen Monat später das TTB und das Justizministerium. Das Urteil des Fifth Circuit eröffnet nun nach Darstellung der Vereinigung „einen rechtmäßigen Weg nach vorn für Hobbyisten“, auch wenn weitergehende Änderungen davon abhängen werden, wie die Bundesbehörden reagieren und wie Landes- und Kommunalbehörden ihre eigenen Regeln durchsetzen.
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