12.02.2026
Das Europäische Parlament hat ein neues Paket von Weinverordnungen verabschiedet, die sowohl die Verbraucher als auch die unabhängigen Weinerzeuger unterstützen sollen. Bei der Abstimmung am 10. Februar wurden die obligatorische Kennzeichnung von Weinen mit reduziertem Alkoholgehalt und Maßnahmen zur Unterstützung kleiner Winzer beim Zugang zu neuen Exportmärkten eingeführt. Gesetzgeber aus liberalen und demokratischen Parteien begrüßten die Änderungen und bezeichneten sie als einen Gewinn für die Transparenz und die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Weinsektors.
Nach den neuen Vorschriften muss jeder Wein mit einem Alkoholgehalt von 0,5 % oder mehr, der mindestens 30 % unter dem Standardgehalt seiner Kategorie liegt, als "alkoholreduziert" gekennzeichnet werden. Diese Vorschrift soll den Verbrauchern klare und genaue Informationen darüber geben, was sie kaufen, zumal immer mehr Menschen aus gesundheitlichen Gründen nach alkoholreduzierten Varianten suchen. Damit wird den Bedenken über irreführende Marketingpraktiken Rechnung getragen und der wachsenden Nachfrage nach gesünderen Lebensstilen Rechnung getragen.
Charles Goerens, Mitglied der Renew Europe-Gruppe und Schattenberichterstatter für die Gesetzgebung, sagte, das Paket entspreche zwei Hauptprioritäten: ehrliche Etiketten für die Verbraucher und die Bereitstellung von Instrumenten für unabhängige Erzeuger, die sie für den globalen Wettbewerb benötigen. Er betonte, dass der Weinsektor für die ländliche Wirtschaft, das kulturelle Erbe und den internationalen Handel in ganz Europa von entscheidender Bedeutung sei.
Die Rechtsvorschriften enthalten auch Maßnahmen, die unabhängigen Winzern helfen sollen, auf Märkte außerhalb der Europäischen Union zu expandieren. Die Mittel für Werbekampagnen in Drittländern werden aufgestockt, wodurch neue Exportmöglichkeiten geschaffen werden. Mit den Vorschriften werden flexiblere Zahlungsregelungen eingeführt, um die Erzeuger bei der Bewältigung von Überproduktionen, Marktstörungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu unterstützen.
Zusätzlich zur Exportförderung sieht das Paket zusätzliche Mittel für die Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen vor, die die Weinberge bedrohen. Unabhängige Erzeuger werden in dem neuen Rahmen stärker in Entscheidungsprozessen vertreten sein.
Die Änderungen kommen zu einer Zeit, in der die europäischen Weinerzeuger aufgrund der sich verändernden Dynamik des Welthandels und der Umweltbelastungen mit Unsicherheiten konfrontiert sind. Laut Gesetzgeber sollen diese Reformen sowohl die Erzeuger als auch die Verbraucher schützen und gleichzeitig sicherstellen, dass europäische Weine auf der Weltbühne wettbewerbsfähig bleiben.
Es wird erwartet, dass die neuen Vorschriften nach der endgültigen Genehmigung durch die EU-Mitgliedstaaten noch in diesem Jahr in Kraft treten werden. Verbände der Weinindustrie haben sich vorsichtig optimistisch über die Änderungen geäußert und darauf hingewiesen, dass eine klare Etikettierung und eine erweiterte Exportunterstützung dazu beitragen könnten, den Sektor in einer Zeit des Übergangs zu stabilisieren.
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