AWRI-Review hebt UV-C-Licht als Fungizid-Alternative hervor und 765+ digitale Zeitschriften für die australische Weinindustrie

21.01.2026

Neue Forschungsarbeiten befassen sich mit der Toxizität von PFOS, Lösungen für Rauchverschmutzung und fortschrittliche Weinanalyse und bieten praktische Hilfsmittel für Winzer und Weinhersteller

AWRI Review Highlights UV-C Light as Fungicide Alternative and 765+ Digital Journals for Australian Wine Industry

Das australische Weinforschungsinstitut (AWRI) hat seinen technischen Bericht vom Januar veröffentlicht, der über die neuesten Forschungen und Entwicklungen im Weinbau und in der Önologie informiert. Die Veröffentlichung, die online verfügbar ist, enthält Studien zu einer Reihe von Themen, die für Winzer und Weinbauern in ganz Australien von Bedeutung sind.

Eine der hervorgehobenen Studien untersucht die toxikologischen und metabolischen Reaktionen von Chironomus tepperi-Larven auf akute und chronische Exposition gegenüber Perfluoroctansulfonat (PFOS), einem persistenten Umweltschadstoff. Diese Forschung befasst sich mit den wachsenden Bedenken über die Toxizität von PFOS in der Landwirtschaft.

Ein weiterer Artikel untersucht die Leistung von Kronenverschlüssen unter Druck und bietet Einblicke in die Wahl der Verpackung, die die Weinqualität während der Lagerung und des Transports beeinflussen kann. Der Bericht untersucht auch das Vorhandensein von Raucharomen im Wein und erörtert, ob diese Aromen als charakteristische oder unerwünschte Beeinträchtigungen angesehen werden. Dies ist vor allem für Regionen von Bedeutung, die von Buschbränden betroffen sind, wo Rauchverbindungen das Profil von Trauben und Wein beeinflussen können.

Der Einfluss von Unterlagsreben auf Pinot Noir wurde untersucht, wobei der Schwerpunkt auf der Frage lag, wie sich verschiedene Unterlagsreben auf die Beerenzusammensetzung und die Weinmerkmale auswirken. Diese Forschung soll den Winzern helfen, Unterlagsreben auszuwählen, die die Traubenqualität unter verschiedenen Weinbergsbedingungen optimieren.

Auch Fortschritte bei den Analysetechniken werden vorgestellt, darunter die Entwicklung und Validierung der 1H-NMR-Analyse für Weinmetaboliten. Diese Methode ermöglicht eine genauere Profilierung der Weinzusammensetzung und unterstützt die Qualitätskontrolle und Produktentwicklung.

Die Weinbaustudien in diesem Bericht behandeln mehrere praktische Themen. Forschungsarbeiten zu Deckfrüchten zeigen, dass sie die Kohlenstoffbindung im Boden in halbtrockenen, abfallenden Weinbergen erhöhen und damit die Bodengesundheit und Nachhaltigkeit verbessern können. Andere Studien befassen sich mit der Behandlung von Stammkrankheiten der Rebe, mit Strategien zur Bewältigung von Trockenstress und mit den Auswirkungen eines späten Rebschnitts auf die Traubenproduktion.

Die Übersicht enthält Erkenntnisse über den Einsatz von UV-C-Licht als Alternative zu Fungiziden zur Bekämpfung des Echten Mehltaus in neuseeländischen Weinbergen. Dieser Ansatz könnte den Einsatz von Chemikalien reduzieren und gleichzeitig die Krankheitsbekämpfung aufrechterhalten.

Zu den Highlights der önologischen Forschung gehören Arbeiten über Bakterien, die Guajakol abbauen können, eine Verbindung, die mit Rauchgeschmack im Wein in Verbindung gebracht wird. Außerdem werden Gelatine und pflanzliche Proteine für die Klärung von Traubenmosten mit Hilfe von Flotationsverfahren verglichen, was für Erzeuger, die nach nicht-tierischen Schönungsmitteln suchen, eine Alternative darstellen könnte.

Weitere Artikel befassen sich mit den Nachweisgrenzen für bestimmte Aromastoffe in Wein, mit den Unterschieden zwischen der Fähigkeit von Experten und Verbrauchern, Rauchbelastung in Weinen aus Kalifornien zu erkennen, und mit Methoden zur teilweisen Entalkoholisierung mittels Membrandialyse.

Australische Winzer und Weinbauern können über die John Fornachon Memorial Library kostenlos auf Zusammenfassungen und vollständige Artikel zugreifen. Die Bibliothek bietet mehr als 765 digitale Zeitschriften und Magazine, mit der Möglichkeit, Benachrichtigungen über neue Ausgaben oder interessante Themen einzurichten.

Die Technische Zeitschrift des AWRI wird von Dr. Peter Dry, Emeritus Fellow, und Matt Holdstock, Engagement Specialist, kuratiert. Die Arbeit des Instituts wird von Wine Australia durch Abgaben von Weinbauern und Winzern unterstützt und erhält zusätzliche Mittel von der australischen Regierung. Das AWRI ist Teil des Wine Innovation Cluster mit Sitz in Adelaide, Südaustralien.