El Tequileño holt Rick Tigner für den Ausbau des US-Vertriebs
Der frühere Chef von Jackson Family Wines soll die Beziehungen zu Vertriebspartnern stärken, nachdem El Tequileño 2025 in den USA 63.000 Kisten erreicht hat.
Mittwoch, 7. Oktober 2026
Paradise Spirits teilte am Dienstag mit, dass Rick Tigner, der langjährige frühere CEO von Jackson Family Wines, in die Führungsriege von El Tequileño eingetreten ist. Die Tequilamarke will ihre Distribution in den USA und anderen Märkten ausbauen.
Nach Angaben des Unternehmens bringt Tigner Erfahrung in den Bereichen globaler Vertrieb, Management von Vertriebspartnern, Markteinführungsstrategie und Markenentwicklung mit. Sein Schwerpunkt werde darauf liegen, die kommerziellen Kompetenzen und die Beziehungen zu Vertriebspartnern zu stärken und zugleich die Expansion von El Tequileño in den USA und ausgewählten internationalen Märkten zu begleiten, so Paradise Spirits.
Die Ernennung erfolgt, während El Tequileño in den USA von einer noch vergleichsweise kleinen, aber rasch wachsenden Basis aus zulegt. Laut Zahlen der Impact Databank, auf die sich Shanken News Daily berief, erreichte die Marke 2025 in den USA 63.000 Kisten, nachdem sich das Volumen in den vorangegangenen drei Jahren ungefähr verdreifacht hatte. Da die Quelle den Zuwachs als annähernd bezeichnete, ist auch der frühere Vergleichswert nur ein Näherungswert. Eine Verdreifachung entspräche rund 21.000 Kisten etwa drei Jahre zuvor. Das würde einem Zuwachs von ungefähr 42.000 Kisten in diesem Zeitraum und einer annualisierten Wachstumsrate von etwa 44 % entsprechen.
Die Zahl von 63.000 Kisten liefert den Hintergrund für den Wechsel in der Führungsetage und ist kein neues Verkaufsupdate für Oktober. In dem Bericht wurden weder wertmäßige Umsätze noch Preisdaten oder eine Aufschlüsselung nach Quartalen veröffentlicht. Das Mengenwachstum macht dennoch deutlich, warum Paradise Spirits einen erfahrenen Spitzenmanager mit umfassender Expertise in der kommerziellen Umsetzung und im Umgang mit Vertriebspartnern hinzuzieht.
Wayne Henuset, Gründer und Präsident von Paradise Spirits, sagte in einer gemeinsam mit der Mitteilung veröffentlichten Stellungnahme, Tigner verstehe die verschiedenen Aspekte beim Aufbau einer langfristig erfolgreichen Getränkemarke – vom Produkt selbst über Partnerschaften mit Vertriebspartnern bis hin zur Verbindung zu den Verbrauchern. Tigners Erfahrung und Urteilsvermögen seien wichtig, wenn das Unternehmen auf der jüngsten Dynamik aufbauen und in die nächste Wachstumsphase eintreten wolle, so Henuset.
Für El Tequileño kommt der Zeitpunkt der Ernennung auf eine wichtige Phase. Im US-Spirituosengeschäft hängt das Wachstum von Herstellern häufig davon ab, wie gut sie Beziehungen zu Großhändlern pflegen, die Marktabdeckung sichern und den Weg ihrer Produkte vom Erzeuger bis zum Einzelhandel steuern. Paradise Spirits zufolge war Tigners Erfahrung in diesen Bereichen ein wichtiger Grund, ihn in die Führungsriege zu holen.
Tigner sagte in der Mitteilung des Unternehmens, El Tequileño bringe Eigenschaften mit, die langfristiges internationales Wachstum unterstützen könnten. Er verwies auf die Authentizität der Marke, die Qualität ihres Tequilas, das engagierte Eigentümerteam und eine in Familie und Herkunft verwurzelte Geschichte. Zudem sehe er große Chancen für das Unternehmen.
Shanken News Daily bezeichnete El Tequileño in seinem Bericht über die Einstellung als „Hot Prospect“-Tequilamarke von Impact. Tigner komme nach einer langen Laufbahn bei Jackson Family Wines zu El Tequileño, einem der bekannteren Weinunternehmen der USA, und bringe damit Erfahrung in der Arbeit über verschiedene Märkte und Vertriebskanäle hinweg mit, schrieb die Publikation.
El Tequileño wurde 1959 von Don Jorge Salles Cuervo gegründet und wird in der Destillerie La Guarreña hergestellt. Das Unternehmen hat in dem Bericht keine weiteren Betriebsdaten für 2026 veröffentlicht. Paradise Spirits machte jedoch deutlich, dass der Wechsel in der Führungsetage Teil einer umfassenderen Initiative ist, die kommerzielle Reichweite der Marke nach dem starken Anstieg des US-Absatzvolumens bis 2025 auszubauen.