Italienische Weinexporte in die USA mit erstem Zweimonatsplus seit Anfang 2025

Der Exportwert legte im Juli um 10 % zu, doch die Verkäufe an Italiens größten Auslandsweinmarkt lagen bis Juli weiterhin 11 % unter dem Vorjahresniveau.

Freitag, 25. September 2026

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Italienische Weinexporte in die USA zeigten im Sommer erste Anzeichen einer Verbesserung: Die Lieferungen stiegen im Juli den zweiten Monat in Folge. Die Erholung hat den breiteren Rückgang, der sich in diesem Jahr auf Italiens größtem Auslandsmarkt für Wein gezeigt hat, jedoch nicht ausgeglichen.

Daten, über die Shanken News Daily am 24. September unter Berufung auf die italienische Branchenvereinigung Unione Italiana Vini berichtete, zeigten, dass die Lieferungen in die USA im Juli wertmäßig um 10 % gegenüber dem Vorjahr stiegen. Das Exportvolumen legte um 1,3 % zu, während der Durchschnittspreis um 8 % anzog. Auf die Juli-Zuwächse folgte ein weiterer Wachstumsmonat im Juni; damit verzeichneten italienische Weinexporte in die USA erstmals seit Beginn von 2025 zwei aufeinanderfolgende Monate mit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Auch mit dieser besseren Sommerentwicklung bleibt der Markt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Von Januar bis Juli lagen die italienischen Weinexporte in die USA immer noch 11 % unter dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den zwölf Monaten bis Juli erreichten die Gesamtexporte auf den amerikanischen Markt 1,63 Milliarden Euro beziehungsweise rund 1,86 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang von 16 % gegenüber dem vorherigen Zwölfmonatszeitraum.

Auf Basis der genannten gerundeten Zahlen lag der frühere Vergleichswert bei rund 1,94 Milliarden Euro, was auf einen Rückgang des jährlichen Exportwerts um etwa 310 Millionen Euro hinausläuft.

Die Daten deuten auf einen Markt hin, der sich nach einer langen Schwächephase womöglich stabilisiert, doch Branchenvertreter warnten davor, dies bereits als echte Trendwende zu bezeichnen. Paolo Castelletti, Generalsekretär der UIV, sagte, es sei zu früh, um zu sagen, dass die Lieferungen in die USA eine nachhaltige Erholung eingeleitet hätten, zumal der Weinkonsum auf dem US-Markt bislang noch keine klare Belebung gezeigt habe.

Seine Vorsicht spiegelt sowohl den breiteren Absatztrend als auch die Vergleichsbasis hinter dem Juli-Anstieg wider. Die UIV wies darauf hin, dass die italienischen Weinlieferungen in die USA im Juli und August 2025 jeweils um 30 % zurückgegangen seien. Das bedeutet, dass das jüngste Wachstum auf einem ungewöhnlich schwachen Ausgangsniveau erfolgte, wodurch die aktuellen Zuwächse stärker erscheinen können, als sie unter normaleren Bedingungen wären.

Die USA bleiben ein wichtiger Markt für italienische Erzeuger, sodass selbst moderate monatliche Verbesserungen von Exporteuren, Importeuren und Branchenverbänden genau verfolgt werden. Die Zahlen für Juli sind bemerkenswert, weil sie gleichzeitig Wachstum bei Wert, Volumen und Durchschnittspreis zeigen. Diese Kombination kann auf eine gesündere Nachfrage hindeuten als ein Anstieg, der nur von Preiserhöhungen getragen wird, auch wenn das Volumenplus mit 1,3 % begrenzt war.

Der Jahresrückgang bis Juli zeigt zudem, wie weit sich der Markt noch erholen muss. Trotz der zwei besseren Monate bleibt das kumulierte Ergebnis für die ersten sieben Monate des Jahres 2026 klar im Minus. Für Erzeuger und Versender bedeutet das, dass der jüngste Fortschritt die im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten Verluste noch nicht ausgleichen konnte.

Die UIV führte den Druck auf die Exporte auf mehrere Faktoren zurück, die den US-Markt weiterhin belasten. Dazu zählen die Sorge vor möglichen neuen Zöllen, die nach wie vor hohe Inflation und die Auswirkungen der geringeren Kaufkraft der Verbraucher auf die Ausgaben für nicht notwendige Güter. Diese Belastungen haben den amerikanischen Markt für importierten Wein, darunter Produkte aus Italien, schwieriger gemacht, auch wenn das Land weiterhin zu den wichtigsten Weinabsatzmärkten der Welt zählt.

Shanken News Daily schrieb, auch die Erwartungen für August seien günstig gewesen, doch August-Ergebnisse lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor. Damit bleibt der Juli der zuletzt bestätigte Datenpunkt, und die aktuelle Richtungsänderung ist weiterhin vorläufig.

Vorerst ist das Bild für italienischen Wein in den USA gemischt. Die Sommerlieferungen erholten sich nach einem langen Abschwung, und der Juli brachte den zweiten Monat in Folge mit Wachstum gegenüber dem Vorjahr - etwas, das seit Anfang 2025 nicht mehr zu sehen war. Doch der Markt liegt weiterhin unter dem Vorjahresniveau, und Branchenvertreter sagen, dass die jüngsten Zuwächse über einen längeren Zeitraum anhalten müssen, bevor sie als Beleg für eine nachhaltige Erholung gelten können.

Castellettis Äußerungen unterstreichen diese Unsicherheit. Er sagte, die zwei aufeinanderfolgenden Zuwächse seien bedeutsam, weil sie eine lange Phase ohne aufeinanderfolgendes monatliches Wachstum beendet hätten, fügte aber hinzu, dass das Ausbleiben einer spürbaren Erholung des amerikanischen Weinkonsums weiterhin ein wichtiger Grund zur Vorsicht sei.

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