06.05.2026
Österreichs Koalitionsregierung plant, die Sondersteuer auf Spirituosen, Liköre und Schnaps im Rahmen der Budgetkonsolidierung für 2027 und 2028 um 30 % zu erhöhen. Dadurch würden Whiskey, Gin, Rum und andere hochprozentige Getränke teurer, während Bier und Wein unangetastet blieben.
Vorbereitet wird die Erhöhung von der Regierungskoalition aus der konservativen Volkspartei, den Sozialdemokraten und den liberalen NEOS, die in dem kommenden Doppelbudget eine Finanzierungslücke von mehr als 5 Milliarden Euro schließen muss. Nach Angaben von Regierungsvertretern soll das Geld aus einer Mischung aus Ausgabenkürzungen und höheren Einnahmen kommen. Die Erhöhung der Alkoholsteuer gehört zu den Maßnahmen, die dazu beitragen sollen.
Nach dem derzeitigen System erhebt Österreich auf Spirituosen eine Alkoholsteuer von 12 Euro pro Liter reinen Alkohols. Eine 0,7-Liter-Flasche Wodka mit 40 % Alkohol ist damit derzeit mit rund 3,36 Euro Steuer belastet. Bei einer Erhöhung um 30 % würde diese Steuer auf etwa 4,37 Euro steigen und den Flaschenpreis vor weiteren Kosten oder Handelsaufschlägen um rund 1 Euro erhöhen.
Für einen Liter Schnaps mit 40 % Alkohol beträgt die Steuer derzeit 4,80 Euro. Nach der geplanten Erhöhung läge sie bei knapp 6,30 Euro, also rund 1,50 Euro mehr. In Bars und Restaurants wäre der Effekt pro Getränk geringer, über die Zeit aber dennoch spürbar. Ein Gin Tonic mit 4 Zentilitern Gin mit 37,5 % Alkohol würde heute mit rund 18 Cent Alkoholsteuer belastet, nach der Änderung mit etwa 23 Cent. Ein Negroni würde steuerlich von rund 26 Cent auf etwa 34 Cent steigen.
Biertrinker sind von dieser Maßnahme nicht betroffen, da Bier nach einem anderen System besteuert wird und nicht über Österreichs Spirituosensteuer. Auch Wein bleibt von der neuen Erhöhung ausgenommen, weil er nach den geänderten Regeln nicht als Hochprozentiges eingestuft wird.
Die Regierung stellt die Maßnahme sowohl als Mittel zur Einnahmenerhöhung als auch als gesundheitspolitisches Signal dar. Jüngste Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass die Einnahmen aus der Alkoholsteuer rückläufig sind. Im Januar und Februar dieses Jahres brachten hochprozentige Getränke Steuereinnahmen von 28 Millionen Euro ein, ein Minus von 4,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die höhere Steuer dürfte Verbraucher treffen, die Spirituosen für den Heimkonsum kaufen, ebenso wie Bars, Clubs und Restaurants, die Cocktails und Mixgetränke ausschenken. Betriebe im Gastgewerbe könnten die zusätzlichen Kosten direkt an ihre Kunden weitergeben, einige könnten jedoch einen Teil davon selbst tragen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Nach Angaben mit Kenntnis des Plans ist die politische Entscheidung bereits gefallen; offen sind nur noch die technischen Details der Umsetzung.
Vinetur® wurde 2007 gegründet und ist eine eingetragene Marke von VGSC S.L. mit einer langen Geschichte im Weinsektor.
VGSC, S.L. ist ein im Handelsregister von Santiago de Compostela, Spanien, eingetragenes Unternehmen.
E-Mail: info@vinetur.com | Tel: +34 986 077 611
Hauptsitz und Büros in Vilagarcia de Arousa, Galicien