Piemont stellt 7,67 Millionen Euro für die Auslandsvermarktung von Wein bereit

06.05.2026

Das regionale Paket zielt auf Märkte außerhalb der Europäischen Union, während die Erzeuger mit Zöllen, höheren Kosten und einer veränderten Nachfrage konfrontiert sind

Die Region Piemont hat 7,67 Millionen Euro für die Auslandsvermarktung ihres Weins bereitgestellt. Der Großteil der Mittel fließt in eine neue Ausschreibung über 7,4 Millionen Euro, die über das EU-Programm OCM Wein finanziert wird und sich an Handelsgruppen und Erzeugerverbände richtet. Die Maßnahme läuft bis zum 22. Juni und konzentriert sich auf Märkte außerhalb der Europäischen Union, wie Paolo Bongioanni, der regionale Minister für Handel, Landwirtschaft und Ernährung, mitteilte.

Eine zweite Zuweisung in Höhe von 270.000 Euro, verteilt auf die Jahre 2026, 2027 und 2028, soll Projekte zur Förderung und Aufwertung hochwertiger Agrar- und Lebensmittelprodukte über regionale Weinhandlungen, kommunale Weinkeller sowie die Wein- und Genussrouten des Piemont unterstützen. Mit der ersten Ausschreibung für diese Mittel wird in den kommenden Wochen gerechnet.

Bongioanni sagte, das Paket solle dem Weinsektor der Region helfen, sich an einen globalen Markt anzupassen, der von geopolitischer Unsicherheit, höheren Energie- und Transportkosten, Zöllen, wirtschaftlichen Abschwüngen in traditionellen Märkten und veränderten Konsumgewohnheiten geprägt sei. Die Region sehe die Notwendigkeit, rasch neue Märkte zu erschließen, statt auf eine Verbesserung der Lage zu warten.

Er verwies auf jüngste Branchensignale von Vinitaly als Beleg dafür, dass der Weinsektor des Piemont die aktuelle Phase des Wandels verkraften könne. In den kommenden Wochen wollen Vertreter der Region an wichtigen internationalen Messen in Vilnius, Hongkong und New York teilnehmen, um die Lebensmittel- und Weinausfuhren des Piemont zu bewerben.