Primitivo di Manduria verschärft die Regeln für seinen Namen

27.04.2026

Das Konsortium verlangt nun eine Genehmigung für verarbeitete Produkte mit der geschützten Weinbezeichnung.

Das Konsortium Primitivo di Manduria hat neue Regeln verabschiedet, die die Kontrolle über die Verwendung seines geschützten Namens auf verarbeiteten Produkten verschärfen sollen, während Erzeuger und Aufsichtsbehörden in Süditalien ihre Bemühungen verstärken, den Missbrauch eines der bekanntesten Weine der Region einzudämmen.

Die Maßnahme, die vom von Novella Pastorelli geleiteten Konsortium bekannt gegeben wurde, folgt auf 120 Kontrollen im Jahr 2025, die von zwei Monitoring-Agenten durchgeführt wurden, welche Primitivo-di-Manduria-Weine in Ladenregalen, online und auf internationalen Märkten überprüften. Die Kontrollen waren Teil einer breiter angelegten Anstrengung, falsche Etikettierungen, irreführende Hinweise und Produkte aufzudecken, die als Primitivo präsentiert werden könnten, ohne die für die Denomination erforderlichen Standards zu erfüllen.

Nach der neuen Regelung müssen Unternehmen, die die Bezeichnungen Primitivo di Manduria Doc oder Primitivo di Manduria Dolce Naturale Docg auf verarbeiteten oder transformierten Produkten verwenden wollen, zuvor eine Genehmigung des Konsortiums einholen. Die Vorschrift soll verhindern, dass der Name des Weins in einer Weise verwendet wird, die Verbraucher verwirren oder den Ruf der Denomination schwächen könnte.

Die Regelung legt konkrete Bedingungen für eine Genehmigung fest. Ein verarbeitetes Produkt muss einen erheblichen Anteil an Primitivo di Manduria Doc- oder Docg-Wein enthalten, der ihm Eigenschaften verleiht, die in vergleichbaren Produkten nicht vorkommen. Der Anteil der geschützten Zutat muss zudem auf dem Etikett angegeben werden. Das Konsortium erklärte, diese Vorgabe solle deutlich machen, dass Primitivo di Manduria eine Zutat ist und nicht das Endprodukt selbst.

Der neue Rahmen verpflichtet autorisierte Unternehmen außerdem dazu nachzuweisen, dass sie den Wein tatsächlich verwenden, die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und Produktionsmengen zu melden. Nach Angaben des Konsortiums sollen diese Maßnahmen die Kontrolle entlang der gesamten Lieferkette stärken und den Spielraum für Missbrauch sowohl auf dem heimischen als auch auf dem ausländischen Markt verringern.

Pastorelli sagte, die Regelung sei ein weiterer Schritt zum Schutz und zur Weiterentwicklung der Denomination. Zugleich könne sie auch kommerzielle Vorteile bringen, indem hochwertige Lebensmittelprodukte vom Ruf des Namens Primitivo di Manduria profitieren und der Wein über deren Vertriebskanäle größere Sichtbarkeit erhalte.

Das Thema ist für italienische Weinkonsortien zunehmend wichtig geworden, da gefälschte Flaschen, irreführende Etiketten und unautorisierte Verweise weiterhin im Einzelhandel und im Online-Handel kursieren. Für die Erzeuger in Manduria in Apulien ist der Schutz des Namens nicht nur eine Frage der rechtlichen Verteidigung, sondern auch der Wahrung des Verbrauchervertrauens in einen Wein mit starker regionaler Identität und Exportwert.