Großbritannien erweitert Alkoholsteuer-Codes

15.04.2026

Die HMRC wird die neuen Klassifizierungen ab dem 11. Mai auf eine breitere Palette von Getränken anwenden – mit Folgen für Importanmeldungen und Rabatte für Kleinproduzenten.

Die britische Steuerbehörde teilte am Montag mit, dass sie ab dem 11. Mai im Online-Tarifsystem des Landes die Verbrauchsteuer auf eine breitere Palette von Alkoholprodukten anwenden wird. Die Änderung könnte Importanmeldungen, die Berechnung der Abgaben und die Berechtigung zu ermäßigten Sätzen für Kleinproduzenten beeinflussen.

HM Revenue & Customs erklärte, die Aktualisierung betreffe den Warencode 2106909849 und ergänze eine Reihe neuer Steuerarten, die nach Alkoholgehalt und Kategorie differenziert sind. Zu den Kategorien zählen Bier, Cider, Wein, andere gegorene Erzeugnisse und Spirituosen in mehreren Alkoholgehaltsstufen von mindestens 3,5 % ABV bis zu mehr als 22 % ABV. Die Behörde fügte zudem separate Codes für Produkte hinzu, die für ermäßigte Sätze der Alcohol Duty für Produkte kleiner Erzeuger infrage kommen.

Die Änderung ist Teil des UK Integrated Online Tariff und wurde am 13. April veröffentlicht. HMRC erklärte, dass vor Inkrafttreten der Änderung vorab eingereichte Anmeldungen vor Eintreffen der Waren geändert werden müssen, andernfalls könnten sie vom Customs Declaration Service zurückgewiesen werden.

Für Bier, Cider und Schaumcider, Wein, andere gegorene Erzeugnisse und Spirituosen im Bereich von 3,5 % bis unter 8,5 % ABV umfassen die neuen Codes sowohl reguläre Verbrauchsteuer-Klassifizierungen als auch ermäßigte Klassifizierungen für qualifizierte Kleinproduzenten. Zusätzliche Codes gelten für Produkte im Bereich von 8,5 % bis 22 % ABV sowie für solche mit mehr als 22 % ABV.

Die Aktualisierung ist für Importeure, Zollagenten und Getränkeunternehmen relevant, die Alkohol nach Großbritannien verbringen, da die in einer Anmeldung verwendete Klassifizierung darüber entscheidet, wie viel Abgabe erhoben wird und ob eine Sendung für einen niedrigeren Satz infrage kommt. Sie betrifft auch die Compliance-Planung von Unternehmen, die Einträge vor Ankunft einreichen, da HMRC erklärte, dass diese Meldungen möglicherweise korrigiert werden müssen, bevor die Waren die Grenze erreichen.

HMRC sagte nicht, dass sich durch die Änderung die zugrunde liegenden Steuersätze selbst ändern; vielmehr gehe es darum, wie Alkoholprodukte innerhalb des Tarifsystems klassifiziert werden. Die Behörde erklärte zudem, Nutzer könnten sich für Stop-Press-Alerts anmelden, um künftige Tarifaktualisierungen zu verfolgen.