Starkes Trinken steht bei US-Erwachsenen mit Adipositas in Verbindung

21.04.2026

Eine Analyse in JAMA Internal Medicine fand diesen Zusammenhang über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg und verstärkt damit die Sorge vor den gesundheitlichen Risiken von Alkohol.

Eine neue Analyse in JAMA Internal Medicine ergab, dass starkes Trinken und eine Alkoholgebrauchsstörung bei US-Erwachsenen mit Adipositas verbunden sind. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass alkoholbedingte Gesundheitsrisiken über Lebererkrankungen und Sucht hinausgehen.

Die Studie wertete nationale Umfragedaten aus und untersuchte Muster des Körpergewichts bei Erwachsenen, die von starkem Alkoholkonsum berichteten oder die Kriterien für eine Alkoholgebrauchsstörung erfüllten. Die Forschenden fanden heraus, dass Menschen in diesen Gruppen häufiger adipös waren als Erwachsene ohne diese Trinkmuster. Der Zusammenhang zeigte sich über mehrere demografische Gruppen hinweg, was darauf hindeutet, dass er nicht auf eine bestimmte Altersgruppe, ein Geschlecht oder eine ethnische Gruppe beschränkt war.

Die Ergebnisse sind relevant, weil Adipositas und Alkoholmissbrauch beide weit verbreitet sind und oft als getrennte Public-Health-Probleme behandelt werden. Treten sie gemeinsam auf, können sie das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten und einige Krebsarten erhöhen. Zudem kann die Behandlung komplizierter werden, da Ärztinnen und Ärzte gleichzeitig Ernährung, Trinkverhalten und andere chronische Erkrankungen angehen müssen.

Die Studie fügt sich in eine wachsende Zahl von Untersuchungen ein, die zeigen, dass Alkohol das Gewicht auf unterschiedliche Weise beeinflussen kann. Alkohol enthält Kalorien, kann den Appetit steigern und möglicherweise verändern, wie der Körper Fett speichert. Starkes Trinken kann zudem den Schlaf stören und die körperliche Aktivität verringern, was im Laufe der Zeit zu Gewichtszunahme beitragen kann.

Gesundheitsexperten warnen seit Langem davor, dass eine Alkoholgebrauchsstörung unterdiagnostiziert und unzureichend behandelt wird. Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass ein Adipositas-Screening Ärzten eine weitere Gelegenheit bieten könnte, nach Trinkgewohnheiten zu fragen und Patienten früher zu identifizieren, die Hilfe benötigen könnten.

Die Forschung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem US-Gesundheitsbehörden weiterhin die breiteren Auswirkungen von Alkohol auf chronische Krankheiten untersuchen – darunter auch die Frage, ob die geltenden Trinkempfehlungen die langfristigen Risiken im Zusammenhang mit Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen angemessen widerspiegeln.