Lungarotti stellt das 16 Hektar große Weingut Tenuta Brancalupo in Montefalco vor und expandiert im Bereich der Weißweine

26.03.2026

Neue nachhaltige Weinkellerei verbindet Tradition mit Innovation, stellt den Trebbiano Spoletino DOC 2024 vor und fördert den Weintourismus in Umbrien

In Montefalco, einer Region in Mittelitalien, die für ihre Sagrantino-Weine bekannt ist, hat die Familie Lungarotti mit der Gründung der Tenuta Brancalupo ein neues Kapitel in ihrer Weinbaugeschichte aufgeschlagen. Das Weingut umfasst 16 Hektar Weinberge und Olivenhaine und spiegelt das anhaltende Engagement der Familie für Wein und Land wider. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Erneuerung, die im Jahr 2024 begann und darauf abzielt, Lungarottis Ansatz für den Weinbau und die Weinherstellung zu aktualisieren und dabei den Traditionen und Werten Umbriens treu zu bleiben.

Tenuta Brancalupo steht auf einem Grundstück, das die Familie Lungarotti im Jahr 2000 erworben hat. In den letzten zwei Jahren hat sich das Weingut sowohl in Bezug auf die landwirtschaftlichen Praktiken als auch auf die Einrichtungen stark verändert. Die Weinkellerei verfügt nun über neu gestaltete Innen- und Außenbereiche, die ein Gefühl der Ruhe und der Verbundenheit mit der umgebenden Landschaft vermitteln sollen. Der Weinkeller selbst befindet sich unter einer von Weinbergen umgebenen Villa, die den Besuchern einen ruhigen Ort für Kontemplation und Weinverkostung bietet.

Der Schwerpunkt der Tenuta Brancalupo liegt auf zwei Rebsorten: Sagrantino, der in Montefalco beheimatet und für seinen robusten Charakter bekannt ist, und Trebbiano Spoletino, eine uralte weiße Rebsorte, die in letzter Zeit unter italienischen Weinliebhabern an Aufmerksamkeit gewonnen hat. Chiara Lungarotti, die Geschäftsführerin des Familienunternehmens, beschreibt den Sagrantino als eine anspruchsvolle Rebsorte, die jedoch bei sorgfältigem Umgang lohnende Ergebnisse liefern kann. Das Weingut legt großen Wert darauf, die Tannine bereits im Weinberg zu kontrollieren, um Weine zu erzeugen, die auch in jungen Jahren ausgewogen und zugänglich sind.

Die Einführung des Trebbiano Spoletino DOC 2024 stellt eine bemerkenswerte Erweiterung für Lungarotti in Montefalco dar, das sich bisher ausschließlich auf Rotweine konzentriert hatte. Dieser neue Weißwein wird als frisch und mineralisch beschrieben und spiegelt sowohl das Terroir als auch den sich entwickelnden Geschmack der Verbraucher wider, die einzigartige italienische Weißweine suchen.

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Philosophie von Lungarotti auf der Tenuta Brancalupo. Das Weingut besitzt die VIVA-Zertifizierung, einen italienischen Standard für nachhaltige Weinproduktion. In den letzten Jahren entschied sich die Familie, von der rein biologischen Bewirtschaftung der Weinberge abzurücken und stattdessen umfassendere Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. Dieser Wechsel spiegelt ihre Überzeugung wider, dass eine verantwortungsvolle Landwirtschaft nicht nur die Weinqualität verbessert, sondern auch das lokale Ökosystem schützt.

Der Name Brancalupo hat für die Familie eine symbolische Bedeutung. Er bezieht sich sowohl auf den Wolf - ein Wesen, das mit dem Heiligen Franz von Assisi in Verbindung gebracht wird und ein Symbol für die Harmonie mit der Natur ist - als auch auf die Akanthuspflanze, deren Blätter einer Wolfspranke ähneln. Für Lungarotti stehen diese Bilder für die Treue zu Umbrien und für eine dauerhafte Prägung der Region durch Generationen von Hingabe.

Die Tenuta Brancalupo ist auch als Ziel für den Weintourismus konzipiert. Die Besucher können an geführten Verkostungen und Besichtigungen teilnehmen, die sowohl die Weine als auch das kulturelle Erbe Umbriens hervorheben. Der Ansatz des Weinguts steht im Einklang mit Lungarottis umfassenderen Bemühungen zur Förderung der lokalen Kultur durch Initiativen wie das Weinmuseum (MUVIT) und das Oliven- und Ölmuseum (MOO) in Torgiano.

Die Eröffnung der Tenuta Brancalupo folgt auf andere Veränderungen, die Lungarotti in letzter Zeit vorgenommen hat, darunter die Aktualisierung der kultigen Etiketten Rubesco und Torre di Giano im Rahmen des Projekts 1962. Diese Initiative wurde 2025 ins Leben gerufen, um sich auf die Wurzeln des Unternehmens zu besinnen und gleichzeitig eine moderne Vision für umbrischen Wein auf der globalen Bühne zu präsentieren.

Heute betreibt Lungarotti Weingüter in Torgiano und Montefalco und führt damit ein Erbe fort, das Giorgio Lungarotti nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen hatte. Seine Töchter Chiara und Teresa leiten das Unternehmen und setzen auf Innovation, ohne dabei die Tradition zu vernachlässigen. Mit der Tenuta Brancalupo wollen sie Weine anbieten, die nicht nur technisches Können, sondern auch einen Sinn für den Ort und die Gemeinschaft zum Ausdruck bringen - Werte, die sie als wesentlich für die Zukunft des umbrischen Weins ansehen.